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24. April 2012 10:01 Uhr

Rückkehrer

Unbekannte erschießen Wolf vom Westerwald

Der erste gesichtete Wolf im Westerwald seit mehr als 120 Jahren ist mehrere Wochen nach seiner Entdeckung offensichtlich erschossen worden.

  1. Im März ging es ihm noch gut: der Wolf, der in den Westerwald eingewandert war Foto: dapd

"Wir gehen zu 99 Prozent davon aus, dass es sich bei dem toten Tier um den Wolf handelt", sagte ein Sprecher des Landesjagdverbands Rheinland-Pfalz am Montag in Gensingen. Ein Gentest soll nun klären, ob es sich tatsächlich um den Westerwald-Wolf handelt. Das teilte das Umweltministerium des Landes mit. Mit einem Ergebnis sei voraussichtlich am Dienstag zu rechnen. Nach Angaben der Polizei in Montabaur hatten Spaziergänger das Tier am Samstag nahe Hartenfels gefunden. Laut Polizei wurde es mit einer großkalibrigen Waffe erschossen. Mittlerweile nahm die Kriminalpolizei Ermittlungen wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz auf.

Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt

Wurde die großkalibrige Waffe legal erworben, komme ein Jäger für die Tat infrage, erklärte der Sprecher des Landesjagdverbands und verurteilte den Abschuss. "Der Wolf-Abschuss muss lückenlos aufgeklärt und der Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden", forderte Verbandspräsident Kurt Alexander Michael nach einer Mitteilung. Gemeinsam mit dem Deutschen Jagdschutzverband wurde eine Belohnung von 1000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt. "Sollte es sich dabei um einen Jäger handeln, hat dieser mit einer hohen Geldstrafe und dem Entzug des Jagdscheins zu rechnen", so Michael.

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Der Wolf war Ende Februar bei Steimel im Westerwald beobachtet und fotografiert worden. Es war die erste mit Bildern belegte Sichtung eines solchen Tieres seit 123 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Experten des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) hatten den Wolf als ungefährlich eingeschätzt.

Autor: dpa


2 Kommentare

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Michael Kirschner  

Michael Kirschner

Registriert seit: 15.11.2011

Kommentare: 360

24. April 2012 - 17:16 Uhr

...... der Mensch ist nach wie vor die größte Bestie.
Sollen die erwarteten Wölfe im Schwarzwald dann auch so behandelt werden? Naturschützer, die behaupten wir wollen den Wolf und Andere, die glauben er sei eine Bedrohung oder zumindest eine lohnende Jagdbeute. Man sollte sich beim NaBu wirklich mal überlegen, ob es der Mühe wert ist, den Wolf im Schwarzwald wieder anzusiedeln, um ihn dann von irgendeinem ignoranten Hobby - Jäger - Wilderer, abschießen zu lassen. Von diesen Menschen gibt es leider zu viele, wie dieses traurige Beispiel deutlich zeigt. Wir sind hier nicht in Disneyworld. Dieses Tier lebte wirklich und hat auch den Schmerz gespürt, den ihm dieser abschusswütige Mensch durch seine Tat verursacht hat.

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herbert scholl

Registriert seit: 09.05.2009

Kommentare: 1073

24. April 2012 - 17:30 Uhr

Ein Rentner hat inzwischen zugegeben, das Tier erschossen zu haben.
Verzichte auf kommentar hierzu !

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