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15. November 2017

Viele müssen die Nacht im Freien verbringen

Erdbeben-Opfer im Iran.

SARE POLE SAHAB/KERMANSCHAH (dpa). Irans Präsident Hassan Ruhani hat den Menschen in der Kermanschah-Provinz einen raschen Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben zugesagt. Er besuchte am Dienstag das Katastrophengebiet. Laut jüngsten offiziellen Angaben kamen nach dem Erdstoß der Stärke 7,3 in der Grenzregion zwischen dem Iran und dem Irak 432 Menschen ums Leben.Fast 7900 Verletzte wurden gezählt.

Die weitaus meisten Todesopfer gab es auf der iranischen Seite der Grenze. Am schlimmsten traf es die beiden Grenzstädte Sare Pole Sahab und Ghassre Schirin. Trotz der Kälte verbrachten viele Menschen in der Provinz angesichts von mehr als 200 Nachbeben die Nacht im Freien.

In Sare Pole Sahab haben viele Stadtteile noch keinen Strom, kein Gas und kein Wasser. Außerdem sollen die Temperaturen in der Nacht unter den Gefrierpunkt fallen. Aber viele haben auch noch kein Zelt. Nach Ansicht vieler Einwohner wurden die Zelte in den Erdbebengebieten nicht gerecht verteilt. Sowohl die Menschen als auch die Behörden in Kermanschah sind bisher offenkundig nicht zufrieden mit der Hilfe aus Teheran.

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Laut Außenminister Mohamed Dschawad Sarif will der Iran vorerst auf internationale Hilfe verzichten. "Wir bedanken uns für die internationale Anteilnahme und Hilfsangebote, aber wir haben es vorläufig im Griff", schrieb er am Dienstag auf seiner Twitter-Seite.

Autor: dpa