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03. Juli 2012

Wachstum durch Zuwanderung

Wieder mehr Menschen in Deutschland

Die Bevölkerung wächst dank gestiegener Zuwanderung / Neuer Tiefpunkt bei Geburtenzahlen.

WIESBADEN (dapd). Erstmals seit acht Jahren ist die Bevölkerung in Deutschland wieder gewachsen. Der Zunahme lag nach vorläufigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes 2011 bei etwa 90 000 Menschen, sagte ein Sprecher der Behörde am Montag in Wiesbaden. Grund für den Anstieg sei eine gestiegene Zuwanderung nach Deutschland, vor allem aus den osteuropäischen Staaten Polen (163 000 Zuwanderer), Rumänien (95 000), Bulgarien (51 000) und Ungarn (41 000), hieß es.

Die Behörde rechnet den Angaben zufolge trotz der positiven Entwicklung mit einem deutlichen Bevölkerungsschwund in den nächsten Jahrzehnten. Grund sei die anhaltend geringe Zahl an Geburten. Laut Statistischem Bundesamt müsste jede Frau in Deutschland 2,1 Kinder bekommen, um den Bevölkerungsbestand zu sichern. Aktuell liege die Quote bei etwa 1,4 – und damit so hoch wie bereits seit vier Jahrzehnten. Die Zuwanderung alleine könne den Trend voraussichtlich nicht ausgleichen.

Nach den vorläufigen Zahlen kamen im Jahr 2011 in Deutschland etwa 663 000 Kinder zur Welt – 15 000 oder 2,2 Prozent weniger als im Jahr 2010. Damit habe man bei den Geburten einen erneuten Tiefpunkt erreicht, sagte der Sprecher. Im gleichen Zeitraum waren den Angaben zufolge 852 000 Menschen gestorben. Bereits seit 1972 ist die Zahl der Sterbefälle laut Statistischem Bundesamt in Deutschland höher als die Geburtenrate. 2011 lag die Differenz bei rund 190 000, im Jahr 2010 bei etwa 181 000.

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Autor: dapd


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