Ermittlungen nach Unglück in NRW

Zug fuhr auf falschem Gleis

afp

Von afp

Do, 07. Dezember 2017

Panorama

Ermittlungen nach Unglück.

BONN (AFP). Nach dem schweren Zugunglück bei Düsseldorf mit mehr als 40 Verletzten haben erste Ermittlungen die Frage aufgeworfen, warum der auf einen Güterzug aufgefahrene Personenzug überhaupt auf dem Gleisabschnitt unterwegs war. "Der Regionalzug hätte diesen Gleisabschnitt nicht befahren dürfen", sagte ein Sprecher der Bundesstelle für Eisenbahnunfalluntersuchungen (BEU) am Mittwoch. Die Ermittlungen stünden aber "noch ganz am Anfang".

Auf der Bahnstrecke zwischen Krefeld und Neuss begannen Spezialisten der Deutschen Bahn derweil an der Unfallstelle unweit des Bahnhofs Meerbusch-Osterath mit der Bergung der Unfallzüge. Die Reparaturarbeiten würden "sicherlich einige Tage dauern, wenn nicht noch länger", sagte der Sprecher der Bahn in Nordrhein-Westfalen, Dirk Pohlmann.

Zugleich nahmen Bundespolizei und die Bonner Bundesstelle Ermittlungen zu Ursache und Hergang des Unfalls vom Dienstagabend auf. Nach Angaben von BEU-Sprecher Münnich hatte der Güterzug von der DB Cargo vor einem Signal auf die Einfahrt in den Bahnhof Meerbusch-Osterath gewartet. In einem solchen Fall dürften nachfolgende Züge nicht in den betreffenden Gleisabschnitt einfahren, sagte Münnich. Es müsse nun geklärt werden, warum der Personenzug dennoch auf dem Abschnitt unterwegs war.