74 Millionen Franken mehr

sda

Von sda

Do, 30. August 2018

Baselland

Sozialhilfe in Baselland.

LIESTAL (sda). Der Nettoaufwand für die Sozialhilfe hat im Kanton Baselland im vergangenen Jahr um neun Prozent auf rund 74 Millionen Franken zugenommen. Leistungen der Sozialhilfe haben 8608 Personen bezogen, 310 Personen mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Personen, die Leistungen der Sozialhilfe beziehen, stieg damit gegenüber 2016 um 3,7 Prozent, wie die Baselbieter Finanz- und Kirchendirektion am Mittwoch mitteilte.

Das ist der tiefste Anstieg seit 2012. Insgesamt haben vergangenes Jahr drei Prozent der Kantonsbevölkerung finanzielle Unterstützung der Sozialhilfe erhalten. Damit stieg die Sozialhilfequote gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozentpunkte. Weiterhin machen laut der Mitteilung Einzelpersonen den größten Anteil der Sozialhilfefälle aus.

Die größte Gruppe in der Sozialhilfe sind alleinstehende Männer. Das größte Risiko, von der Sozialhilfe abhängig zu werden, haben nach der Mitteilung weiterhin alleinerziehende Eltern. Überdurchschnittlich von Sozialhilfe betroffen sind laut der Sozialhilfestatistik zudem gewisse ausländische Bevölkerungsgruppen. Personen aus europäischen Nicht-EU-Staaten und dem außereuropäischen Raum weisen mit Quoten von 9,7 und 18 Prozent den größten Unterstützungsbedarf aus. Personen aus EU-Ländern haben mit einer Quote von 2,8 Prozent dagegen ein durchschnittliches Sozialhilferisiko. Bei der schweizerischen Wohnbevölkerung ist die Sozialhilfequote unterdurchschnittlich. Sie beträgt 1,9 Prozent.