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23. Februar 2010

Äpfel von Vater Staat

Schulobstprogramm gestartet.

STUTTGART (dpa). Das Schulobstprogramm ist gestartet: Zum Auftakt wurde am Montag in der Stuttgarter Wilhelmsschule an die Schüler Obst und Gemüse zum Frühstück verteilt. Es ist die erste Einrichtung im Land, die an dem umstrittenen EU-Programm teilnimmt.

Das Projekt will bei der jungen Generation einer Fehlernährung entgegensteuern. Verteilt werden regionale Produkte der jeweiligen Saison. Trotzdem bleibt der Städtetag skeptisch: Aufwand und Nutzen stünden "in keinem vernünftigen Verhältnis". Die Mittel von EU und Land reichten gerade mal für drei bis vier Äpfel pro Kind und Jahr.

Die Europäische Union stellt Deutschland für die Aktion etwa 20 Millionen Euro zur Verfügung. Baden-Württemberg erhält davon für das laufenden Schuljahr rund zwei Millionen Euro. Um das Geld abrufen zu können, muss das Land dieselbe Summe beisteuern. Bei der Kofinanzierung sollen im Südwesten Schulen, Schulträger, Sponsoren, Fördervereine oder Eltern helfen. Schulen und Schulträger in der Region haben sich bisher abwartend bis ablehnend geäußert.

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Autor: dpa