Die Basler Jugend ist immer häufiger online

sda

Von sda

Di, 21. August 2018

Basel

Das Internetsurfen hat laut der neuen Basler Jugendbefragung das Musikhören vom Spitzenplatz der Freizeitaktivitäten verdrängt.

BASEL (sda). Jugendliche sind auch im Kanton Basel-Stadt immer häufiger online. Inzwischen hat das Surfen im Internet bei den Freizeitaktivitäten das Musikhören vom Spitzenplatz verdrängt. Ergeben hat dies die dritte Jugendbefragung im Stadtkanton, deren Ergebnisse das Präsidialdepartement dieser Tage veröffentlichte. Von den 1146 befragten jungen Menschen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren gaben fast 84 Prozent an, täglich im Internet zu surfen. Bei den beiden früheren Jugendbefragungen 2013 und 2009 waren es noch knapp 74 respektive 58 Prozent der Befragten gewesen, die sich jeden Tag im World Wide Web bewegten. Vor vier Jahren hatte mit einem Anteil von 83 Prozent noch Musik hören auf dem ersten Rang bei den täglich ausgeübten Freizeitaktivitäten gelegen.

Neben dem Surfen nimmt auch das Gamen die Jugendlichen immer mehr in Beschlag. 2017 gaben über 37 Prozent an, sich täglich die Zeit mit Computerspielen zu vertreiben. 2013 waren es erst knapp 24 Prozent gewesen. Dafür ist der Anteil jener, die täglich Hausaufgaben machen oder lernen, seit 2009 von von gut 76 auf 63 Prozent gesunken. Unverändert ist mit 75 Prozent der Anteil der Jugendlichen, die einem Hobby nachgehen. Das Gros gehört einem Sportverein an, viele nehmen Musikunterricht. Sieben von zehn Jugendlichen gehen zumindest einmal pro Woche nach 20 Uhr aus. Zumeist trifft man sich bei Freunden zu Hause.

95 Prozent der Jugendlichen leben gern in Basel. Das Rheinufer ist weiter der mit Abstand beliebteste Ort, gefolgt von der Innenstadt. Andererseits gibt es auch Orte, die viele Jugendliche meiden – vor allem Kleinbasel. Basel wird in der Befragung überwiegend als jugendfreundlich eingestuft. Dennoch wünschen sich viele Jugendliche einen Ausbau des Freizeitangebots. Weiter rückläufig ist der Anteil der Jugendlichen, die schon wissen, was sie nach der Schule machen wollen.