Ausschreibungen

Die Sanierung landeseigener Bauten wird teurer

dpa

Von dpa

Do, 30. August 2018 um 07:25 Uhr

Südwest

Das Land besitzt viele Immobilien, die in Schuss gehalten werden müssen. Dazu steht mehr Geld bereit als früher - Probleme gibt es an anderen Stellen.

Denn das Land Baden-Württemberg bekommt die Engpässe in der Baubranche zu spüren – und damit letztlich auch der Steuerzahler. Finanzstaatssekretärin Gisela Splett (Grüne) sprach am Mittwoch in Stuttgart von steigenden Kosten bei eigenen Bauvorhaben und einem Fachkräftemangel. Auf manche Ausschreibungen für Bauleistungen gebe es nur ein bis zwei Angebote. Dann sei der Preis meist deutlich höher als er vom Land geplant worden sei.

Von 4400 abgeschlossenen Bauaufträgen zwischen Anfang 2017 und März 2018 seien 17 Prozent etwa 20 Prozent teurer gewesen – das habe rund 123 Millionen Euro ausgemacht. Manchmal könnten die Kostensteigerungen an anderen Stellen wieder wettgemacht werden. Unterm Strich hätten sich die Aufträge in dem genannten Zeitraum aber von 787 Millionen Euro auf 848 Millionen Euro verteuert, hieß es. Die grün-schwarze Landesregierung hat nach Spletts Worten im vergangenen Jahr rund 840 Millionen Euro in den Neubau, die Sanierung und den Unterhalt von Landesimmobilien gesteckt. In diesem Jahr sollen es zehn Millionen mehr sein. Darunter fallen Büroflächen, landeseigene Schlösser, Universitätsgebäude oder Bibliotheken wie die Württembergische Landesbibliothek in Stuttgart. In der staatlichen Bauverwaltung seien 50 Stellen unbesetzt. Sehr gefragt seien Architekten und Ingenieure.