Konzert

"Die Winterreise" mit Florian Prey und dem Carvaggio-Quartett Basel bei der Schubertiade Riehen

BZ/Foto: Bistritzki

Von BZ-Redaktion & Foto: Bistritzki

Di, 13. Februar 2018

Klassik (TICKET)

Bariton Florian Prey und das Caravaggio-Quartett Basel führen Schuberts "Die Winterreise" auf.

Am Sonntag, 25. Februar findet in der Dorfkirche Riehen um 17 Uhr das zweite Konzert der Schubertiade statt. Der Münchner Bariton Florian Prey, wird zusammen mit dem Caravaggio Quartett Basel die "Winterreise" von Franz Schubert aufführen. Dieses monumentale Werk stellt einen Höhepunkt im Schaffen von Schubert dar – und ohne Zweifel auch auf dem ganzen Gebiet des deutschen Liedes.

Wer ist nun dieser Wanderer, der sich auf die "Winterreise" begibt? Erkennt sich Franz Schubert gar selbst in den geschilderten Erlebnissen des Schriftstellers Wilhelm Müller (1794–1829), die der damaligen Epoche entsprechend als autobio-graphisch einzuordnen sind? Der Nachruhm von Wilhelm Müller beruht vor allem auf seinen Gedichtzyklen "Die schöne Müllerin" und "Winterreise". Tatsache ist, dass Schubert von beiden Gedichtzyklen sehr angetan war, er sich in der "Winterreise" ganz und gar mit der Figur des Umherirrenden identifizierte und dadurch eine entscheidende persönliche Metamorphose durchmachte.

Florian Prey, Sohn des legendären Sängers Hermann Prey, wurde als Hochbegabter schon in jungen Jahren von seinem Vater unterrichtet und schloss später seine Studien an der Musikhochschule in München ab. Sein Operndebut gab Florian Prey am "Teatro la Fenice" in Venedig, gefolgt von Gastauftritten an den wichtigsten deutschsprachigen Bühnen. Seit 2005 widmet sich Florian Prey ausschliesslich seiner Konzerttätigkeit und leitet das von seinem Vater gegründete Musikfestival in Bad Urach. Als künstlerischer Direktor des Sommerfestivals "Schloss Fussach" setzt er markante künstlerische Akzente mit neuartigen Konzertformen und Programmen.

Im ersten Konzertteil erklingen zwei kürzere Werke von Joseph Haydn und Mikis Theodorakis, welche auf die vielschichtigen Stimmungen der danach folgenden "Winterreise" Bezug nehmen. Das Streichquartett A-Dur von Haydn, aus der Reihe der "Sonnenquartette" begleitet den Wanderer zu Beginn seiner Reise, die er in der Hoffnung auf eine gute Fügung seines Schicksals, antritt.

Von Mikis Theodorakis folgt alsdann sein 1. Streichquartett, genannt "The Turn" aus dem Jahre 1946. Theodorakis, geboren 1935 auf der griechischen Insel Chios, ist den meisten als Komponist griechischer Folklore, von Filmmusik und als Widerstandskämpfer gegen Diktatur und Unterdrückung bekannt. Als Schöpfer der Musik zu Costa Gavras Film "Z", und "Alexis Sorbas" hat er weltweit Kultstatus erreicht. Den wenigsten dürfte bekannt sein, dass Mikis Theodorakis in Paris in den 50er Jahren bei Olivier Messiaen studierte und von Dmitri Schostakowitsch und Darius Milhaud, sowie dem Dirigenten Dimitri Mitropoulos gefördert wurde. Aus dieser Zeit stammen seine 4 Streichquartette, die zum intimsten Bereich des Komponisten gehören.

Tickets sind im Vorverkauf erhältlich bei der Infothek Riehen, Tel: 061 641 40 70, bei Bider & Tanner in Basel, Tel: 061 206 99 96 oder unter http://www.connaissez-vous.ch erhältlich. Weitere Konzerte die Schubertiade Riehen 2018 gibt es am 25. März (mit Martin Lucas Staub, Klavier, Angela Golubeva, Violine, und Sasha Neustroev, Cello), 29. April (mit Caravaggio Quartett Basel und Vladimir Guryanov, Klavier), 27. Mai (mit Olga Koszlova, aus Moskau, Klavier) und 24. Juni (mit Joseph-Maurice Weder, Klavier, und Manrico Padovani, Violine.