Drei von vier mit Erfolg finanziert

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 03. Januar 2018

Basel

Basel zieht positives Fazit zu Crowdfunding-Pilotprojekt.

Die Abteilung Kultur des Kantons Basel-Stadt zieht über die fünfeinhalb Jahre des Pilotprojekts zur Kooperation mit der Crowdfunding-Plattform wemakeit.ch ein positives Fazit: Bis 19. Dezember unterstützten auf dem Basler Channel 16 792 Personen Projekte aus Kultur und Kunst mit 2,459 Millionen Franken. Von den bisher 361 gelisteten Projekten konnten 273, also 76 Prozent erfolgreich finanziert werden. Dies liege deutlich über dem Gesamtschnitt aller "wemakeit"-Projekte von 63 Prozent, teilte das Präsidialdepartement mit. Durchschnittlich wurden durch Crowdfunding für den Basler Channel pro Projekt 8942 Franken eingeworben. Unterstützen gaben im Schnitt 146 Franken, was im nationalen und internationalen Vergleich überdurchschnittlich viel sei. Bei 112 Projekten wurden mehr als 110 Prozent der ursprünglich angestrebten Summe einzuwerben. Dass die Region Basel in der Statistik einen derartigen Spitzenplatz erreichen konnte, führt der Kanton auf seine Anschubförderung und Beratung zurück.

Mit 146 Projekten führt die Kategorie Musik die Rangliste der vertretenen Förderbereiche an, es folgen Gesellschaft/Soziokultur (65), Bildende Kunst (56), Bühne (49) sowie Film (44). Die Kampagne mit dem höchsten Beitrag war eine Albumproduktion der Band Bianca Story, die 91 662 Euro von 625 Unterstützenden sammeln konnte. Am schnellsten finanziert war das Projekt "Port Land" der Betonfreunde beider Basel: Die gesuchte Summe von 4000 Franken wurde innerhalb von 30 Stunden zusammengetragen; die Kampagne schloss mit 10 370 Franken, also 259 Prozent.

Gut fünf Jahre finanzierte die Abteilung Kultur im Sinne einer Anschubförderung eine Projektleiterin, die das Instrument Crowdfunding bei den Basler Kulturschaffenden bekannt machte. Mittlerweile sei das Projekt etabliert und habe seine eigene Dynamik entwickelt. Der Channel basel.wemakeit.ch wurde ebenfalls Ende 2017 eingestellt. Die Plattform wemakeit.ch bleibt bestehen und kann weiterhin von Kulturschaffenden in Eigeninitiative genutzt werden.