Film

Festival Bildrausch in Basel

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mo, 19. Juni 2017

Freizeittipps und Feste (TICKET)

Filmfestival Bildrausch von Mittwoch, 21. bis Sonntag, 25. Juni in Basel / Hommage an Terence Davies.

Das Basler Bildrausch-Festival bringt Entdeckungen nach Basel, mit eigenwilliger Filmsprache und kompromisslosen Erzählungen. Ein internationaler Wettbewerb, der an die Grenzen des Kinos und der Genres geht, sie überspringt und in unbekannte Welten vorstößt. Das Festival ist einer Hommage an Terence Davies gewidmet, ebenso wie einer Retrospektive an Teresa Villaverde, einer Ikone des portugiesischen Kinos. Von Mittwoch, 21. bis Sonntag, 25. Juni verbeugt sich Bildrausch mit zwei Specials vor Tony Conrad und Bill Viola.

Den Festivalauftakt macht am Mitwoch, 21. Juni, 18 Uhr, der Film "Casting" von Nicolas Wackerbarth. Am selben Tag von 21.1.5 Uhr an beginnt die Retrospektive an Teresa Villaverde mit dem Film "A Idade Maior" im Stadtkino in Basel. Die Regisseurin wird anwesend sein. Weitere Filme von Villaverde: Colo (Bild), Donnerstag, 22. Juni, 9.30 Uhr im Stadtkino in Basel, sowie am Samstag, 24. Juni, 16 Uhr im Kult.Kino Atelier 1. Mit "Tres Irmaos – Two Brothers, My Sister" ist noch einmal ein Film von Teresa Villaverde zu sehen, am Donnerstag, 22. Juni, 14.45 Uhr, im Stadtkino in Basel.

Unter dem Titel "Terence Davies – Past an Passion" gibt es Einblicke ins umfangreiche Schaffen des Regisseurs, der zu den Filmvorführungen anwesend ist. Am Donnerstag, 22. Juni, 18.45 Uhr ist im Basler Stadtkino "The Terence Davies Trilogy" zu sehen. Es ist ein Tryptichon, bestehend aus drei mittellangen Frühwerken: Children (1976), Madonna and Child (1980) und Death an Transfiguration (1983). Sie geben Einblicke in das Leben eines Jungen, eines Erwachsenen, eines Greisen namens Robert Tucker, in die Davies autobiografische Motive einfließen lässt. Ein weiterer Davies-Film ist am Freitag, 23. Juni, 14.30 Uhr, im Stadtkino mit "The House of Mirth" zu sehen. Es ist eine Adaption des gleichnamigen, 1905 veröffentlichten Romans von Edith Wharton. Wie Wharton blickt auch Davies durch ein Mikroskop auf die Feinmechanik der Konventionen und präpariert damit jenes Herrschaftsinstrument der New Yorker Oberschicht heraus, dem die Hauptfigur Lily Bart in aller Unschuld zum Opfer fällt.

Zwölf Jahre lang hat Gerald Fox den amerikanischen Videokünstler Bill Viola und dessen Ehefrau Kira Perron mit seiner 16-Millimeter-Kamera begleitet. Zwölf Jahre in denen das Paar um Konzeption und Realisierung der Auftragsarbeiten "Martyrs" und "Mary" ringt, die in der Londoner St Paul’s Cathedral dauerhaft installiert werden sollen. Während der langen Entstehungszeit des Films gelingt es dem britischen Regisseur Gerald Fox, essenzielle Momente im künstlerischen Prozess des Videopioniers einzufangen. Am Sonntag, 25. Juni, 10 Uhr im Kult.Kino Atelier 1 ist in Anwesenheit von Gerald Fox der Film "Bill Viola: The Road to St. Paul’s" zu sehen. Vor der Aufführung von "Bill Viola: Reflections", am Sonntag, 25. Juni, 13.15 Uhr, führt Jasmin Stumpf, wissenschaftliche Mitarbeiterin Schaulager Basel, ins Thema ein.

Auf den musikalischen Spuren des Harvard- Mathematikers Tony Conrad wandelt das Programm "Tony Conrad: Looking at Music" am Sonntag, 25. Juni, 16.45 Uhr, im Stadtkino in Basel. Musik und Film treffen dort mittels Mehrscreen-Installation aufeinander. Conrad wollte eine Musik aus dem Moment heraus schaffen. Seit der 1996 veröffentlichten CD-Box Early Minimalism knüpfte Conrad bis zu seinem Tod mit Drone-Konzerten an diesen Ursprung an.

Die Termine im Überblick http://mehr.bz/bildrausch17