Friedrichshafen

Fünf Verletzte bei Brand in Friedrichshafen – Mann rettet sich durch Sprung aus dem Haus

dpa, bz, aktualisiert um 13.05 Uhr

Von dpa, BZ-Redaktion & aktualisiert um 13.05 Uhr

Fr, 20. Oktober 2017 um 10:35 Uhr

Südwest

In Friedrichshafen am Bodensee ist in der Nacht zum Freitag ein Wohnhaus völlig ausgebrannt. Ein Bewohner entkam den Flammen mit einem Sprung aus dem Haus.

Bei einem Brand eines dreistöckigen Mehrfamilienhauses in der Paulinenstraße in Friedrichshafen sind in der Nacht zum Freitag fünf Menschen teilweise schwer verletzt worden. Ein 29 Jahre alter Bewohner sei aus dem zweiten Stock gesprungen, um den Flammen zu entgehen, sagte ein Sprecher der Polizei. Zuvor hatten die Beamten vom dritten Stock gesprochen. Der Mann habe sich dabei schwer am Bein verletzt und sei ins Krankenhaus gebracht worden. Ein weiterer Bewohner wurde durch die Freiwillige Feuerwehr Friedrichshafen mittels Drehleiter gerettet.

Haus brannte fast komplett aus

Bei ihm und vier weiteren Personen bestehe zudem der Verdacht auf eine Rauchvergiftung. Der 29-Jährige und zwei weitere Bewohner müssten voraussichtlich stationär im Krankenhaus bleiben, sagte der Sprecher weiter.

Warum das Feuer ausbrach, sei noch völlig unklar. Das Gebäude sei beschlagnahmt, die Ermittler suchten nun nach der Brandursache. Die übrigen Bewohner des Hauses, in dem psychisch kranke Menschen wohnten, seien anderweitig untergebracht worden. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Konstanz haben sich vier der sechs im Haus befindlichen Bewohner bereits bei Eintreffen der Polizei selbständig in Sicherheit gebracht. Weil das Haus teilweise ausbrannte und unbewohnbar wurde, mussten sie anderweitig untergebracht werden.

300 000 Euro Schaden

Das Feuer breitete sich relativ rasch aus, so dass kurzzeitig ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Wohnhaus zu befürchten war. Dies konnte durch die Feuerwehr jedoch verhindert werden. Der Sachschaden wird auf 300 000 Euro geschätzt. Die Polizei ermittelt nun die Brandursache.