Tourismus

Für Übernachtungsgäste gibt es nun die kostenlose Baselcard

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 02. Januar 2018 um 16:36 Uhr

Basel

Für Übernachtungsgäste gibt es in Basel seit dem 1. Januar die Baselcard, mit freier Nutzung von Bus und Bahn sowie Vergünstigungen. Dafür wurde die Gasttaxe auf 4 Franken erhöht.

Basel Tourismus lanciert die kostenlose Baselcard. Die personalisierte Gästekarte wird seit 1. Januar jedem übernachtenden Gast beim Einchecken überreicht. Die freie Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel und das kostenlose Surfen im Internet an 17 Zugangspunkten im öffentlichen Raum gehören ebenso zu den Leistungen der Card wie 50 Prozent Rabatt auf den Eintritt in die Basler Museen, den Basler Zoo, das Theater Basel und Stadtrundfahrten, teilte Basel Tourismus am Dienstag mit.

Ein Mobility Ticket, das Übernachtungsgästen das kostenlose Nutzen von Tram, Bahn und Bus ermöglicht, gibt es in Basel schon seit bald 20 Jahren. Die Neufassung des Gasttaxengesetzes aus dem Jahre 1943, das Regierung und Parlament im Oktober mit nur zwei Gegenstimmen angenommen haben, schuf nun die gesetzliche Grundlage für eine Gästekarte mit zusätzlichen Leistungen. Mit einer Verordnung zum neuen Gesetz erhöhte die Regierung die Gasttaxe, die letztmals 2011 angehoben worden war, zum 1. Januar 2018 von 3,50 auf 4 Franken pro Übernachtung.

Mehr unternehmerischer Freiraum

Gleichzeitig stellte sie die Zusammenarbeit mit Basel Tourismus auf eine neue Grundlage und intensivierte sie. Unter anderem wird dem Verein der Vollzug des Gasttaxengesetzes übertragen. Dies soll mehr unternehmerischen Freiraum in der Verwendung der Mittel schaffen. Das Kantonsparlament bewilligte Mitte Dezember einstimmig eine Subvention für Basel Tourismus für die Jahre 2018 bis 2021 von unverändert 1,9 Millionen Franken pro Jahr.

"Basel hat somit das schweizweit modernste Gasttaxengesetz überhaupt", wird Daniel Egloff, Direktor von Basel Tourismus, zitiert. Er sei stolz über diesen Meilenstein in der Tourismusgeschichte von Basel. "Ob sie im Hotel, in der Jugendherberge, in einem Bed & Breakfast oder bei einem Airbnb-Anbieter übernachten – alle Gäste werden in Zukunft gleichbehandelt und entrichten eine Gasttaxe, für die sie attraktive Leistungen erhalten", erklärt er weiter. Damit fördere Basel Tourismus das Bestreben, Gäste optimal zu informieren, zu inspirieren und zu animieren.

Mit dem Start der Baselcard wird zudem die Möglichkeit geprüft, zum Jahr 2019 ein zentrales Meldewesen einzuführen. Dieses würde die Prozesse zum effizienten Datenaustausch verbessern und den administrativen Aufwand der Beherbergungsbetriebe bei der Meldung an relevante Ämter, wie dem Statistischen Amt oder der Fremdenpolizei, verringern. Bereits Ende des Jahres 2018 soll eine Studie die Wirksamkeit der Baselcard ermitteln.