Infrastruktur fürs Trinkwasser kostet Millionen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 06. September 2018

Basel

IWB bauen in den Langen Erlen.

BASEL (BZ). Die Industriellen Werke Basel (IWB) investieren weiter in die Sicherheit und Qualität der Trinkwasserversorgung. Derzeit baut der Basler Energieversorger in den Langen Erlen für rund 24 Millionen Franken eine neue Pumpstation mit Wasserreservoir. Das im Juni 2017 begonnene Bauprojekt komme gut voran, teilt das Unternehmen nun mit.

Die Anlagen der Trinkwasserproduktion in den Langen Erlen wurden größtenteils in den 1960er Jahren gebaut. Nach rund 60 Jahren Einsatz seien die Pumpen und das Mischreservoir sanierungsbedürftig, teilen die IWB mit. Vor allem die Pumpen, die das Wasser über das Netz bis in die Reservoire schicken, seien aus heutiger Sicht überdimensioniert und unflexibel. Infolge haben die IWB mit dem Neubau der Pumpstation begonnen. Der Rohbau stehe bereits und erste große Leitungsstücke werden aktuell eingebaut. Bis zum Abschluss des Projekts betreibe IWB auch die bisherige Pumpstation weiter.

Die Pumpstation in den Langen Erlen stellt sicher, dass jederzeit genug frisches Trinkwasser ins Netz eingespeist wird. Dazu brauche es eine flexible Leistung, denn der Tagesverbrauch unterscheide sich stark: Während im Winter nur rund 55 000 Kubikmeter Wasser am Tag benötigt werden, steigt der Verbrauch an Sommertagen auf mehr als das Doppelte. Die höchste Abgabe diesen Sommer gab’s am 6. August, als es in Basel mehr als 35 Grad Celsius heiß war, mit 120 000 Kubikmeter – zwei Drittel der Pumpleistung erbrachte das Pumpwerk Lange Erlen. Bei der neuen Pumpstation lege die IWB auch Wert auf hohe Energieeffizienz: Die neuen Pumpen sparen jährlich rund 650 000 Kilowattstunden Strom. Im Frühling 2019 soll die neue Station in den Testbetrieb gehen und danach wie ihre Vorgängerin rund 60 Jahre in Betrieb sein.