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13. Oktober 2017

Klassik

Kammerorchester Basel mit erfolgreicher Saison

Das Kammerorchester Basel blickt auf eine künstlerisch wie finanziell erfolgreiche Saison 2016/17 zurück. Zu den musikalischen Höhepunkten zählt Geschäftsführer Marcel Falk die erste Konzertproduktion im Rahmen von Haydn 2032.

  1. Das Kammerorchester Basel gastierte im November 2016 im Wiener Musikverein. Foto: Lukasz Rajchert

Das Kammerorchester Basel blickt auf eine künstlerisch wie finanziell erfolgreiche Saison 2016/17 zurück. Zu den musikalischen Höhepunkten zählt Geschäftsführer Marcel Falk die erste Konzertproduktion im Rahmen von Haydn 2032 unter der Leitung seines Principal Guest Conductors Giovanni Antonini mit Konzerten im Wiener Musikverein, Rom und Basel. Darüber hinaus stießen die Konzerte in China und Taiwan sowie die insgesamt sechs CD-Neuproduktionen bei Sony Classical auf große mediale Aufmerksamkeit.

Mit "Schule macht Orchester" im Gymnasium Muttenz und vor allem mit der gemeinsam unter Einbezug einer Klasse des Zentrums für Brückenangebote Basel entwickelten Musiktheaterproduktion "Die Sache beginnt mit einem Donnerschlag" ("La danse des morts" von Arthur Honegger) unterstrich das Kammerorchester seinen hohen Anspruch an seine nachhaltige Vermittlungsarbeit.

11 369 Musikliebhaber in Basel besuchten die Abonnements-, Nachtklang-, Lunch- und Education-Konzerte des Kammerorchesters Basel in der Saison 16/17. Damit blieb die Anzahl der Konzertbesucher trotz Umbaus des Stadtcasinos im Vergleich zum Vorjahr annähernd konstant. Außerhalb seiner Heimat Basel konnte das Kammerorchester Basel bei seinen 70 Konzerten in der Schweiz und im internationalen Umfeld etwa 57 000 Besucherinnen und Besucher erreichen, hält Falk weiter fest.

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Das Kammerorchester Basel gelte in Bezug auf seine Finanzierung als höchst innovatives Orchesterunternehmen. Bei einem Gesamtbudget in Höhe von 5,2 Millionen Franken erwirtschaftete der Basler Produktionsbetrieb 1,275 Millionen Franken, also 25 Prozent über private Drittmittel – Sponsoring, Stiftungen, Freundeskreis und Mäzene –, weitere knapp drei Millionen Franken über Konzerteinnahmen, der Anteil der öffentlichen Gelder liegt bei 15 Prozent (775 000 Franken). Vergleichbare Orchester in der Schweiz seien bis zu 80 Prozent mit öffentlichem Geld finanziert, hält Falk fest.

Mit einem deutlichen Gewinn in Höhe von 89 000 Franken konnte das Kammerorchester Basel sein aus dem Frankenschock im Januar 2015 resultierendes negatives Vereinskapital vollständig aus eigenen Kräften ausgleichen.

Autor: BZ