Kurz gemeldet

dpa

Von dpa

Do, 06. September 2018

Südwest

Sprengstoff geladen — Schwitzen statt Sitzen — Lok wird geborgen — Jobticket steuerfrei?

PFORZHEIM

Sprengstoff geladen

Die Polizei in Pforzheim hat bei der Kontrolle eines Kleinlasters 500 Kilogramm Sprengstoff gefunden. Da die Ladung nicht gesichert gewesen sei, habe der Lastwagen nach der Kontrolle am Dienstag nicht weiterfahren dürfen, teilte die Polizei in Karlsruhe mit. Zudem sei das Gefahrgut weder mit einer Warntafel noch mit einem Gefahrzettel gekennzeichnet gewesen. Das ist ab einer Menge von 50 Kilogramm Sprengstoff nötig. Die Hintergründe des Transportes waren zunächst unbekannt.

STUTTGART

Schwitzen statt Sitzen

5978 Menschen haben im vergangenen Jahr das Projekt "Schwitzen statt Sitzen" genutzt. Das heißt, sie leisteten vier Stunden Arbeit statt einen Tag im Gefängnis zu sitzen. Das teilte das Justizministerium auf eine Anfrage der SPD-Fraktion mit. Dadurch wurden 136 730 Hafttage vermieden. Ein Tag im Gefängnis kostet das Land laut Ministerium rund 120 Euro. An dem 1987 eingeführten Projekt können Menschen teilnehmen, die eine Geldstrafe nicht bezahlen können und mit einer Ersatzfreiheitsstrafe rechnen müssen.

GERMERSHEIM

Lok wird geborgen

Die vor mehr als 165 Jahren in den Rhein gestürzte Lokomotive "Der Rhein" soll im Oktober geborgen werden. Arbeiter rammten Spundbohlen aus Profilstahl acht Meter tief in den Boden des Stroms, sie sollen den vermuteten Fundort sichern. Kommende Woche werden Bagger und Taucher mit ihrer Arbeit beginnen. Die damals fabrikneue Lokomotive aus Karlsruhe fiel 1852 während eines Sturms vom Schiff in den Rhein und versank im Kiesbett. Das Gefährt ist sechs Meter lang und 15 Tonnen schwer. Es soll sich um die älteste noch existierende Dampflok Deutschlands handeln.
STUTTGART

Jobticket steuerfrei?

Hessen und Baden-Württemberg wollen sich im Bundesrat dafür stark machen, dass Jobtickets von der Steuer befreit werden. Beide Länder bringen nach Angaben des hessischen Finanzministeriums am Donnerstag einen gemeinsamen Antrag in den Finanzausschuss ein. Gewährt bislang ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern Jobticket, so muss die Kostenersparnis versteuert werden. Das kann durch den Arbeitgeber geschehen, dann wird es für Unternehmen unattraktiv. Oder der Arbeitnehmer muss den geldwerten Vorteil versteuern, dann verringerten sich aber seine Vorteile deutlich. "Zukünftig soll der geldwerte Vorteil nicht mehr versteuert werden müssen – weder vom Arbeitgeber, noch vom Arbeitnehmer", erklärten Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) und Baden-Württembergs Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne). Das fördere die Nutzung von Bussen und Bahnen.