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07. August 2012

Schweiz

Neuer Selbstbedienungsbereich: SBB baut Bahnhof in Basel um

Die SBB baut ihren Bahnhof in Basel um und schafft einen neuen Selbstbedienungsbereich.

  1. An den Eingängen des Bahnhofs SBB gibt es oft Gedränge. Das soll nun besser werden. Foto: Daniel Gramespacher

BASEL (BZ). Die SBB hat im Rahmen des Pilotprojekts "Kundenfreundliche Großbahnhöfe – QBA" in der Basler Bahnhofhalle einen zentralen Info- und Selbstbedienungsbereich geschaffen. Dieser wird am kommenden Montag, 13. August, in Betrieb genommen. Zudem stehen den Reisenden künftig drei Postomaten an der Rampenwand unterhalb der Zuganzeigetafel zur Verfügung, welche die beiden Passerelle-Postomaten ersetzen. Die habe zum Ziel, Kundenfluss, Information und Komfort im Bahnhof SBB zu verbessern, schreibt die SBB in einer Mitteilung.

Die SBB verbessere seit Oktober 2011 im Rahmen des Pilotprojekts "Kundenfreundliche Großbahnhöfe – QBA" mit gestaffelten, rasch realisierbaren Projekten den Kundenfluss, die Information und den Komfort im Bahnhof Basel SBB. Als erste Neuerung in der Schalterhalle will die SBB am Montag den Info- und Selbstbedienungsbereich und die Postomaten an der Rampenwand unterhalb der Zuganzeigetafel in Betrieb. "Letztere ersetzen die beiden bezüglich Kundenfluss unglücklich platzierten Passerelle-Postomaten beim Abgang zur Schalterhalle" heißt es in der Mitteilung. Der neue zentrale Info- und Selbstbedienungsbereich mit Fahrplanwänden, Bahnhofinfos und Zuganzeigemonitoren befindet sich östlich der Hallenmitte. Hierhin wurden auch die vier Fahrkartenautomaten aus dem Westteil umplatziert. Der neue Bereich ist so angelegt, dass Kundinnen und Kunden, die sich informieren oder ein Billett lösen, den vorbeigehenden Reisenden nicht im Weg stehen.

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Im Juni hat die SBB zudem die zehn Telefonkabinen im Ostzugang zurückgebaut und durch drei Kabinen zwischen Passerellenaufgang und Migros ersetzt. Hauptziel ist es, die Benützung des Ostzugangs zu fördern. Wenn mehr Kunden den Ostzugang nutzten, sorge dies zur Hauptverkehrszeit für weniger Gedränge beim vielfrequentierten Westzugang. Zudem hat die SBB bei der Passage Ost die Schiebetüre zum "Sutter Beck" umgebaut. Die Tür sei nun so ausgerichtet, dass anstehende Kundinnen und Kunden durchgehenden weniger im Weg stehen müssten.

In einem nächsten Schritt will die SBB bis Ende August 2012 die Portaltüren des Ost- und Westzugangs umbauen, damit sich diese noch weiter öffnen lassen. Dadurch lasse sich je Portal mehr als ein Meter Platz gewinnen. Ebenfalls im August will die SBB die taktilen Leitlinien für sehbehinderte Menschen den Neuerungen anpassen. Zum Abschluss will sie in der Schalterhalle im Herbst die Zeitungsboxen und Abfallbehälter umsetzen, von den Eingangsportalen ins Innere der Halle. Das schaffe speziell zur Hauptverkehrszeit mehr Platz und weniger Gedränge.

Auch auf der Passerelle will die SBB im Rahmen des Pilotprojekts "QBA" Kundenfluss, Information und Komfort weiter verbessern. Als nächstes soll Ende August einen neuen Fahrkartenautomaten in der Nische beim "Coop Pronto" in Betrieb gehen. Wer vom Fahrradparkplatz an der Meret-Oppenheim-Straße auf die Passerelle gelangt, komme so noch rascher zur Fahrkarte. Die weiteren Nischen möchte die SBB schrittweise in Warte- und Informationsbereiche umwandeln. Die dafür erforderliche Verlegung von Strom- und Datenkabel soll Mitte August beginnen. Zudem will die SBB ab September die Abgangsportale zu den Bahnsteigen mittels blauer Farbgebung noch markanter gestalten, um den Reisenden eine bessere Orientierung zu bieten.

Die Arbeiten in der Schalterhalle und auf der Passerelle dauern voraussichtlich bis im Frühjahr. Um die Einschränkungen für die Kundinnen und Kunden auf ein Minimum zu reduzieren, nimmt die SBB Arbeiten mit größeren Auswirkungen primär nachts vor. Die Kosten für das Pilotprojekt "Kundenfreundliche Großbahnhöfe – QBA" belaufen sich auf insgesamt neun Millionen Franken.

Autor: bz


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