Sieben Schüler unter Verdacht

Joachim Röderer

Von Joachim Röderer

Mi, 12. Dezember 2018

Südwest

Kinderpornos auf dem Handy.

FREIBURG (rö). Die Kriminalpolizei in Freiburg ermittelt gegen sieben Schüler von verschiedenen Freiburger Schulen und hat auch die Smartphone der Tatverdächtigen an sich genommen. Der Grund: Die Betroffenen aus den Klassen fünf bis zehn sollen per Nachrichtendienst WhatsApp Videos mit kinder- und jugendpornografischem Inhalt verschickt haben. Die Videos stammten offenbar aus dem Ausland, wohl aus dem Darknet.

Noch laufen die Ermittlungen zu dem Fall, der Mitte November bekannt geworden ist. Damals war strafbares Videomaterial auf Schülerhandys an zwei Freiburger Schulen entdeckt worden. Nach der ersten Pressemeldung der Polizei meldeten sich viele Eltern, Lehrer und Schulleiter bei der Kripo. Danach war klar: Videos mit strafbarem Inhalt waren auch in WhatsApp-Gruppen an anderen Freiburger Schulen geteilt worden. Die Polizei spricht von einem fehlenden Unrechtsbewusstsein in der Sache. Den älteren Tatverdächtigen droht nun ein Gerichtsverfahren. Anders sieht es bei den unter 14-Jährigen aus, die noch nicht strafmündig sind.

Sowohl der Besitz als auch das Versenden einer kinderpornografischen Datei gelten laut dem Strafgesetzbuch als Straftat. Wer eine solche Datei erhält, soll sich unter Tel. 0761/882-5777 bei der Polizei melden.