Uni rechnet mit roter Null

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 04. Januar 2019

Basel

Universität Basel präsentiert ausgeglichenes Budget für 2019, steht aber unter erheblichem Spardruck.

BASEL (BZ). Das Budget 2019 der Universität Basel rechnet mit einer roten Null. Trotz der finanziellen Herausforderungen will sich die Universität Basel in strategisch wichtigen Bereichen weiterentwickeln, heißt es in einer Pressemitteilung.

Im zweiten Jahr der vierten Leistungsperiode 2018 bis 2021 verstärke die Universität Basel auf allen Ebenen die auf Basis der Finanzierungsvorgaben durch die Trägerkantone notwendigen Sparbemühungen, heißt es weiter. So müssen bis 2021 im Bereich Lehre und Forschung 11,2 Millionen und im Baubereich 16,8 Millionen Franken strukturell eingespart werden. Zudem sind in den Jahren 2020 und 2021 einmalig je zehn Millionen Franken Reserven abzubauen, sodass sich bis ins Jahr 2021 Einsparungen in Höhe von 38 Millionen Franken ergeben. Die Sparmaßnahmen wurden in enger Zusammenarbeit zwischen Rektorat, den Fakultäten und den zentralen Dienstleistungsbereichen definiert und müssen bis 2021 sukzessive umgesetzt werden.

Trotz den Sparmaßnahmen müsse die Universitätsleitung auch die Weiterentwicklung der Universität Basel nicht aus dem Auge verlieren, heißt es im Budgetbericht. Dazu zählen eine Unterstützung der Informationstechnologie und -versorgung in allen Bereichen, der Aufbau eines Data-Analytics-Center, die Beteiligung am Institute of Molecular and Clinical Ophthalmology Basel sowie Maßnahmen für eine Innovationsinitiative.

Für die Mitarbeitenden der Universität Basel wird für 2019 kein Stufenanstieg ausbezahlt, was jährlich eine Einsparung von 1,5 Millionen von 2019 an bedeutet. Auf der Basis der aktuellen Teuerungsprognosen und der kumulierten Negativteuerung der vergangenen Jahre wird auch in diesem Jahr auf einen Teuerungsausgleich bei den Löhnen verzichtet. Der Anteil der öffentlichen Hand (Basel-Stadt, Basel-Landschaft, übrige Kantone und Bund) an der Finanzierung der Universität Basel wird für 2019 mit 509,5 Millionen Franken veranschlagt. Dazu tragen Basel-Stadt 166,7 Millionen (32,7 Prozent), Basel-Landschaft 170,6 Millionen (33,5 Prozent), der Bund 92,3 Millionen (18,1 Prozent) und die übrigen Kantone 79,9 Millionen Franken (15,7 Prozent) bei.

Mit dem für 2019 ausgewiesenen Planungsdefizit von 300 000 Franken wird das freie Eigenkapital der Universität Basel nur leicht belastet. Per Jahresabschluss 2017 beträgt das freie Eigenkapital 13,4 Millionen Franken. Nach den aktuellen Entwicklungen und Sparbemühungen wird für den Abschluss 2018 trotz eines im Budget geplanten Defizits von 900 000 Franken ein ausgeglichenes Resultat erwartet.