Zwei Städte und 500 Gäste

Valentin Zumsteg und Verena Pichler

Von Valentin Zumsteg & Verena Pichler

Mi, 03. Januar 2018

Rheinfelden / Schweiz

Der Neujahrsempfang beider Rheinfelden findet am kommenden Freitag auf Schweizer Seite statt / Budget von 10 000 Franken.

RHEINFELDEN/SCHWEIZ. Seit dem Jahrtausendwechsel feiern die beiden Rheinfelden einen gemeinsamen Neujahrsempfang. In diesem Jahr sind die Schweizer wieder Gastgeber, weshalb sich die badische Seite am kommenden Freitag ein bisschen zurücklehnen kann. Ganz in die Rolle des Gastes können sich Rathauschef Klaus Eberhardt und Hauptamtsleiter Hanspeter Schuler natürlich nicht zurückziehen.

"Dieser Anlass erfreut sich bei der Bevölkerung weiterhin großer Beliebtheit. Er zählt zu den wichtigsten gesellschaftlichen Anlässen der beiden Rheinfelden", erklärt Daniel Vulliamy, Leiter Stabsdienste/Stadtmarketing im Zähringerstädtchen. Seit dem Jahr 2000 feiern die beiden Rheinfelden ihren Neujahrsempfang gemeinsam. "Wir erwarten wieder einen vollen Saal mit rund 500 Gästen", so Vulliamy.

Es haben sich auch einige prominente Gäste aus der Politik angemeldet. So zum Beispiel der Aargauer Landammann Alex Hürzeler aus Oeschgen sowie Bernhard Scholl aus Möhlin, der zur Wahl als Großratspräsident am 9. Januar vorgeschlagen ist. Auch die badische Seite hat fleißig Einladungen verschickt – an Bundes-und Landtagsabgeordnete, Bürgermeister der umliegenden Gemeinden sowie Vertretern aus Wirtschaft und Vereinen, wie Schuler auf BZ-Nachfrage erklärt.

Das kulturelle Rahmenprogramm aber obliegt dem Gastgeber. Und wie Vulliamy ausführt, ist der Aufwand für die Organisation des Anlasses nicht zu unterschätzen: "Wir pflegen die Details und legen großen Wert darauf, dass sich die Gäste wohlfühlen und das Programm gehaltvoll und abwechslungsreich gestaltet wird." Für die musikalische Unterhaltung sorgt in diesem Jahr die Stadtmusik Rheinfelden.

Die Kosten werden jeweils von der Stadt getragen, in welcher der Anlass stattfindet. "In Rheinfelden/Schweiz stehen für Aufwendungen wie Verpflegung, Getränke, Entschädigung der mithelfenden Vereine sowie für die Saalmiete rund 10 000 Franken zur Verfügung", erklärt Vulliamy. Früher wurde jeweils deutscher Wein und Schweizer Bier kredenzt. Weil der Aufwand für die Verzollung aber mittlerweile zu groß ist, verzichtet man auf die grenzüberschreitende Einfuhr. "Es wird der Stadtwein von Rheinfelden/Schweiz ausgeschenkt. Das Bier liefert Feldschlösschen", so Vulliamy.

OB Eberhardt hofft, dass man genau die grenzüberschreitende Verköstigung dennoch wieder aufrechterhalten kann. "Darauf wurde ich tatsächlich schon angesprochen." Für ihn ist der gemeinsame Neujahrsempfang ein Alleinstellungsmerkmal, das nicht viele Städte in der Grenzregion pflegen. In einem der regelmäßigen Jour fixes mit Stadtammann Franco Mazzi kurz vor Weihnachten bespreche er die Themen, die sie in ihren Ansprachen behandeln wollen. "Das soll ja kein Polit-Talk sein, sondern ist ein gesellschaftliches Ereignis", so Eberhardt. Dopplungen seien daher zu vermeiden. Den Inhalt seiner Rede wollte er noch nicht verraten, nur so viel: "Sie ist fertig und eher perspektivisch ausgerichtet. Jetzt geht’s ans Feilen."

Der Neujahrsempfang der beiden Rheinfelden: Freitag, 5. Januar, ab 19.30 Uhr. Bahnhofsaal in Rheinfelden/Schweiz. Karten können im Stadtbüro noch bis zum 4. Januar kostenlos bezogen werden.