Appetit auf Flüssig-Erdgas

dpa

Von dpa

Mi, 13. Februar 2019

Wirtschaft

Altmaier will neue Terminals.

BERLIN/HAMBURG (dpa). Deutschland will künftig mehr Flüssig-Erdgas (LNG) aus den USA einführen – dazu sollen mit staatlicher Förderung mindestens zwei neue LNG-Terminals in Norddeutschland gebaut werden. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte am Dienstag in Berlin, er rechne mit einer baldigen Entscheidung: "Ich sehe an mindestens zwei Standorten die Chance, dass wir rasch etwas verwirklichen können."

Als mögliche Standorte für Terminals zum LNG-Import konkurrieren Brunsbüttel, Wilhelmshaven und Stade. Dort haben sich private Konsortien gebildet. Die Bundesregierung will den Bau mit staatlichen Fördergeldern unterstützen. Altmaier sprach von "substanziellen", aber zugleich überschaubaren Beiträgen. Eine konkrete Summe wollte er nicht nennen. Es gebe verschiedene Fördertöpfe.

In Deutschland werde in einer Übergangszeit künftig mehr Gas zur Energieversorgung benötigt, wie Altmaier sagte. Der Großteil des in Deutschland verbrauchten Erdgases kommt aus Russland und Norwegen, ein kleiner Teil aus eigener Förderung.

Altmaier sagte, es komme nun darauf an, den Gasbezug breiter aufzustellen. Dabei könne auch LNG aus den USA eine Rolle spielen. "Mit LNG können wir Gas von noch mehr Anbietern beziehen und so unsere Versorgungssicherheit weiter erhöhen – am Ende muss es zu wettbewerbsfähigen Preisen geschehen."