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07. Dezember 2017

Aufträge für die Industrie gehen durch die Decke

Rekord von November 2007 zum dritten Mal übertroffen.

WIESBADEN (dpa). Ein unerwartet hoher Auftragseingang in der deutschen Industrie hat die Hoffnung auf einen weiter robusten Aufschwung verstärkt. Im Oktober sei das Auftragsvolumen um 0,5 Prozent höher ausgefallen als im Monat zuvor, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Damit hat sich die Auftragslage bereits den dritten Monat in Folge verbessert, und im Oktober wurde laut Bundesamt zum dritten Mal in Folge ein neuer Höchststand beim Volumen der Auftragseingänge erreicht.

Experten wurden von der Entwicklung überrascht: Sie hatten für Oktober einen Dämpfer erwartet und mit einem Rückgang um 0,2 Prozent gerechnet. Wie das Bundesamt weiter meldete, übertrifft das Volumen der Bestellungen das Niveau, das in der starken Aufschwungphase 2007 vor Ausbruch der Wirtschafts- und Finanzkrise erreicht worden war. Das Bundeswirtschaftsministerium wollte eine Fortsetzung der positiven Entwicklung nicht ausschließen. "In der Tendenz sind die Auftragseingänge kräftig aufwärtsgerichtet", hieß es in einer Mitteilung.

Nur der Euroraum schwächelt

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Sowohl aus dem Inland wie aus dem Ausland gab es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mehr Aufträge. Aus den Ländern des Euroraums war die Nachfrage im Oktober allerdings schwächer als zuletzt. Dagegen war der Zuwachs bei der Zahl der Aufträge aus dem restlichen Ausland kräftiger.

"Für die deutsche Industrie gibt es kein Halten", sagte Commerzbank-Experte Marco Wagner. Erfreulich sei, dass zuletzt auch deutsche Firmen mehr Aufträge erteilt hätten. Nach Ansicht Wagners lassen die Auftragsdaten eine starke Produktion in den kommenden Monaten erwarten.

Ganz ähnlich äußerte sich Stefan Kipar, Experte bei der Bayern LB. Seiner Einschätzung nach deuten die Auftragsdaten auf einen guten Start ins vierte Quartal hin. Allerdings machte Kipar eine Einschränkung: Die Tatsache, dass im Oktober überdurchschnittlich viele Großaufträge eingegangen sind, habe "etwas Wasser in den Wein geschüttet". Klammert man diese Großaufträge aus, ergebe sich ein Bestellrückgang um ein Prozent gegenüber dem Vormonat.

Autor: dpa