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30. Juni 2012

Brennet schließt am Ende des Jahres

Mitarbeiter wechseln in eine Transfergesellschaft.

WEHR. Der Textilhersteller Brennet GmbH mit Sitz in Wehr ist am Jahresende Geschichte. Zum 31. Dezember würden die Werke in Wehr und Brennet geschlossen. Die rund 300 Beschäftigten wechselten in eine Transfergesellschaft, teilte der zuständige IG -Metall-Sekretär Thomas Wamsler mit. Am Freitag sei die entsprechende Vereinbarung zwischen Brennet-Geschäftsleitung und Gesamtbetriebsrat unterzeichnet worden, sagte er. Geschäftsführer Stefan Denk war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Nicht von der Schließung betroffen ist die Dreiländereck-Textilveredelung, die ebenfalls zur Brennet-Gruppe gehört.

Damit ist eine Insolvenz der Brennet GmbH abgewendet. Die hatte Eigentümer Stefan Denk angedroht nach heftigem Streit mit dem Anwalt des Betriebsrats, Kurt Höllwarth. Später verständigte man sich auf eine Mediation. Die sorgte soweit für Entspannung, dass der Sozialplan vereinbart werden konnte. Nun wird die 130 Jahre alte Weberei stillgelegt. Die Mitarbeiter wechseln nach und nach in eine Transfergesellschaft. Die ersten gehen zum 1. Juli. Eine Restbelegschaft erledigt die letzten Aufträge und wickelt das Unternehmen ab. Die Transfergesellschaft erspart den ausscheidenden Mitarbeitern für eine gewisse Zeit die Arbeitslosigkeit. Sie können sich dort weiterqualifizieren und eine neue Stelle suchen. In der Gesellschaft gibt es Transferkurzarbeitergeld von der Arbeitsagentur, das vom Unternehmen aufgestockt wird.

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Autor: Michael Krug


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