Preise

Butter war in diesem Jahr so teuer wie lange nicht

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

So, 31. Dezember 2017 um 14:58 Uhr

Wirtschaft

Butter war dieses Jahr so teuer wie lange nicht. Weniger Milch am Markt und eine höhere Nachfrage haben sie knapp und damit wertvoller gemacht.

Die Katastrophe ist ausgeblieben. Auch in diesem Jahr waren die Gabentische wieder reich mit Weihnachtsplätzchen bestückt. Viele der süßen Versuchungen warten noch jetzt auf ihren Verzehr. Dabei hatte es im September für Naschkatzen noch ziemlich schlecht ausgesehen. Der Preis für Butter, einem der wichtigsten Rohstoffe für das geliebte Gebäck, war in die Höhe geschossen.

1,99 Euro kostete die 250-Gramm-Packung im Discounter – mehr als doppelt so viel wie Mitte 2016, als der Butterpreis rekordverdächtig niedrig lag. Schon wurde über einen drohenden Butternotstand gesprochen. Im Nachbarland Frankreich waren gar die Regale in den Supermärkten leer.

Butterpreis stieg durch weniger Milch am Markt

Statt in Croissants ging das beliebte Milchprodukt ins Ausland, weil dort mehr bezahlt wurde. Die großen französischen Handelsketten hatten sich geweigert, den Molkereien trotz gestiegenen Preisniveaus mehr Geld zu geben. Weniger Milch am Markt und eine höhere Nachfrage hatten die Butter knapp und damit wertvoller gemacht. Jetzt hat sich die Lage etwas entspannt.

Wegen der höheren Preise ist es wieder attraktiver für die Landwirte geworden, mehr Milch zu produzieren– zur Freude der Bäcker. Und aller Naschkatzen.

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