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21. März 2017

Der Bonustopf schrumpft

Deutsche Bank spart.

FRANKFURT (dpa). Die Deutsche Bank verlangt von ihren Führungskräften ein Opfer für den teuren Konzernumbau und kürzt die Boni drastisch. Der Bonuspool für das Verlustjahr 2016 schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um fast 80 Prozent auf 500 Millionen Euro, wie aus dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Der Vorstand verzichtet erneut ganz auf eine variable Vergütung.

Die Deutsche Bank hatte bereits im Januar deutliche Kürzungen angekündigt. Außertarifliche Mitarbeiter ab der mittleren Führungsebene bekommen keine individuellen Boni für das vergangene Jahr, das mit 1,4 Milliarden Euro den zweiten Milliardenverlust in Folge brachte. Betroffen von den Einschnitten sind ein Viertel der knapp 100 000 Mitarbeiter des Dax-Konzerns. Seit Jahren schrumpft der Topf für die variable Vergütung im Konzern stetig: Für 2013 waren es noch rund 3,2 Milliarden Euro, ein Jahr später 2,7 Milliarden Euro und für 2015 flossen 2,4 Milliarden Euro.

Die Grundvergütung des Vorstands erhöhte sich von rund 22,7 Millionen auf knapp 25,9 Millionen Euro. Das lag daran, dass für etliche der Manager 2016 das erste volle Jahr in dem Gremium war – auch für Konzernchef John Cryan. Die Gesamtvergütung des Briten verdoppelte sich daher auf 3,8 Millionen Euro.

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Autor: dpa