Höhere Beschaffungskosten

Der Gewinn des Bauzulieferers Sto bricht ein

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Fr, 31. August 2018 um 10:58 Uhr

Wirtschaft

Beim südbadischen Bauzulieferer Sto ist im ersten Halbjahr der Gewinn massiv zurückgegangen.

Wie das Stühlinger Unternehmen am Freitag mitteilte, verringerte sich der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27,5 Prozent auf 23,2 Millionen Euro. Als Grund nannte das Unternehmen stark gestiegene Beschaffungskosten. Die bereits bei der Hauptversammlung im Juni angekündigten Verkaufspreiserhöhungen haben sich nach Angaben von Sto hingegen "noch nicht ausreichend bemerkbar" gemacht. Der Kurs der Sto-Aktie fiel am Freitag bis gegen 11 Uhr um 1,1 Prozent auf 98,80 Euro.

Laut Sto legten die Materialkosten um 4,7 Prozent auf 292,3 Millionen Euro. Damit setze sich der bereits 2017 beobachtbare Anstieg unvermindert fort. Sto räumte ein, den Kostenzuwachs unterschätzt zu haben. Der Umsatz wuchs um 1,1 Prozent auf 624,5 Millionen Euro. Dabei spielten negative Währungseffekte eine gewichtige Rolle. Um Wechselkurseffekte bereinigt ergab sich ein Plus von 3,1 Prozent.

Trotz des Gewinneinbruchs im ersten Halbjahr geht Sto weiterhin von einem Ebit zwischen 80 und 90 Millionen Euro aus. Beim Konzernumsatz rechnet das Unternehmen mit einem Plus von 4,4 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro aus.