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11. März 2010 01:19 Uhr

Kreditgeschäft

Deutsche Bank in Freiburg sieht keine Kreditklemme

Vertreter der Deutschen Bank in Freiburg wehren sich gegen den Vorwurf, die Unternehmen würden unzureichend mit Krediten versorgt. Michael Kahrs sagt : "Wir sehen keine Kreditklemme".

  1. Das Geld ist laut Deutscher Bank nicht knapp. Foto: Ingo Schneider

Kahrs betreut zwischen Karlsruhe und Lörrach und in der Nordwestschweiz 730 größere mittelständische Unternehmen – fünf Prozent mehr als 2008.

Das Kreditvolumen für diese Gruppe lag nach seinen Angaben im vergangenen Jahr unverändert bei rund 1,5 Milliarden Euro. Außerdem halte die Deutsche Bank neun Milliarden Euro an offenen Kreditlinien für die größeren und mittleren Unternehmen in der Region vor.

Das Kreditgeschäft ist nach Ansicht von Kahrs von drei Entwicklungen geprägt: So würden weniger Darlehen von Unternehmen nachgefragt, weil sich Unternehmen mit Investitionen zurückhielten. Etliche Betriebe würden ihre Kreditlinien auch nicht voll ausnutzen. Hinzu kämen die staatlichen Hilfsprogramme, über die sich Unternehmen mit Geld versorgten.

Kahrs sieht auch kein explosionsartiges Ansteigen der Zinsen bei Unternehmenskrediten. Im Gegenteil: Das allgemeine geringere Zinsniveau gleiche die Risikoaufschläge mehr als aus.

Der Banker verteidigte den Einsatz von Derivaten. Das sind Finanzmarktinstrumente, die wegen ihres spekulativen Charakters derzeit heftig kritisiert werden. Die Derivate ermöglichten den Unternehmen, sich gegen eine Vielzahl von Risiken abzusichern – zum Beispiel schwankende Wechselkurse und Rohstoffpreise. Die Derivate schüfen damit Planungssicherheit für die Betriebe, sagte Kahrs.

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Hubert Sponer, der für die Privat- und Geschäftskunden zuständig ist, verwies auf das um 3,4 Prozent auf 7,2 Milliarden Euro gestiegene Geschäftsvolumen. Darunter fallen Einlagen, Depots und Kredite. Allerdings fiel die Zahl der Kunden von 307 000 auf 303 000, was Sponer mit dem Wegfall spezieller Sonderangebote erklärte. Er sieht einen wachsenden Informationsbedarf seitens der Verbraucher. Immer mehr werde danach gefragt, welche Chancen und Risiken einzelne Finanzprodukte böten. Dem trage die Deutsche Bank unter anderem mit dem neuen Produktinformationsblatt – auch Beipackzettel genannt – Rechnung. Für die Sparte Privat- und Geschäftskunden arbeiten in der Region 502 Mitarbeiter. Das waren nach Aussage von Sponer sechs mehr als 2008. 48 junge Leute werden derzeit bei der Deutschen Bank im Südwesten ausgebildet, davon 18 in Freiburg.

Im Geschäft mit vermögenden Privatkunden verwaltet die Deutsche Bank in der Region rund 2,5 Milliarden Euro. Diese Zahl nannte Michael Hahl, der für den Bereich zuständig ist.





Autor: Bernd Kramer