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17. Dezember 2011 00:01 Uhr
Ökostrom
Die Energiewende kommt voran
Die Deutschen verbrauchen in diesem Jahr erstmals mehr Strom aus regenerativen Quellen als aus Kernkraftwerken oder Steinkohlemeilern. Ökostrom wird damit immer wichtiger.
Die Erneuerbaren seien damit zum zweitwichtigsten Energieträger aufgestiegen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) auf Basis einer Schätzung mit. Der Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Stromverbrauch in der Bundesrepublik legte demnach binnen zwölf Monaten um dreieinhalb Prozentpunkte auf 19,9 Prozent zu. Nur die Braunkohle sei mit 24,6 Prozent bedeutender. Der Atomstrom sackte wegen des Abschaltens mehrerer Meiler um fast fünf Prozentpunkte auf 17,7 Prozent ab – und liegt nun hinter der Steinkohle (18,7) nur noch auf Rang vier im deutschen Strommix. Erfolgreichste erneuerbare Energiequelle war auch im zu Ende gehenden Jahr der Wind. Sein Anteil am gesamten Stromverbrauch stieg binnen zwölf Monaten von 6,0 auf 7,6 Prozent. Es folgt die Biomasse mit 5,2 Prozent. Strom aus Sonne (3,2) zog an der Wasserkraft (3,1) vorbei. BDEW-Chefin Hildegard Müller nannte den Trend erfreulich. Sie kritisierte aber, dass der notwendige Ausbau des Stromnetzes nicht annähernd mit der Dynamik Schritt halte, mit der die erneuerbaren Energieträger vorankämen. Zudem müssten konventionelle Reservekapazitäten für Zeiten vorgehalten werden, in denen die Erneuerbaren witterungsbedingt keinen Strom lieferten. Müller verwies auf enorme Schwankungen bei ber Erzeugung von Ökostrom. Im Monatsdurchschnitt schwankte die Menge des so erzeugten Stroms um bis zu drei Milliarden Kilowattstunden – ein Viertel der gesamten regenerativen Stromerzeugung. Ökostrom sei "noch weit davon entfernt, ausreichend Grundlaststrom bereitzustellen".
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Autor: Ronny Gert Bürckholdt
