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02. September 2010 18:21 Uhr
Verhandlungen
Ist Karstadt gerettet? Freiburger Belegschaft fiebert mit
Die Kaufhauskette Karstadt hat offenbar eine Zukunft. Eine Einigung zwischen den Vermietern und dem Käufer Nicolas Berggruen scheint greifbar. Wie reagiert die Belegschaft am Standort Freiburg?
Die Meldungen der Medien und Nachrichtenagenturen zur Karstadt-Rettung verfolgen auch gebannt Olaf Kather, Geschäfsführer der Freiburger Karstadt-Filiale, und der Betriebsratsvorsitzende Ralf Stehning: "Wir bibbern hier alle wie nur was", sagt Kather. Auch die 240 Freiburger Karstadt-Mitarbeiter seien angespannt.
Alle warten sie auf die erlösende Nachricht aus der Zentrale, dass die Einigung geklappt hat und die Insolvenz aufgehoben werden kann. Positive Zeichen sind bereits in Freiburg angekommen, nun wartet man auf die offizielle Bestätigung. Die Freiburger Karstadt-Manschaft hat während der Unternehmenskrise für das Haus an der Kaiser-Joseph-Straße gekämpft und mehr als 10 000 Unterschriften gesammelt.
Die Einschätzungen, wie weit die Verhandlungen zwischen dem Vermieter-Konsortium und Käufer Nicolas Berggruen gediehen sind, gehen noch auseinander. Die Agentur AFP berichtet, es fehlten nur noch die Unterschriften unter die entsprechenden Verträge. Ein Sprecher des Vermieter-Konsortiums Highstreet sagte lediglich, es sei "noch nicht alles finalisiert".
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Aus Verhandlungskreisen verlautete, dass die grundsätzliche Zustimmung auch aller sogenannter Mezzanine-Investoren nun vorliege. Nun gehe es darum, diese Zustimmung in rechtssichere Verträge zu gießen. Nach Angaben der Agentur dpa ist dagegen noch nicht klar, was diese Investoren wollen. Es handelt sich dabei um Geldgeber, die in Highstreet investiert haben, aber nicht direkt beteiligt sind.
Karstadt betreibt in Südbaden Filialen in Freiburg, Offenburg und Lörrach. In Freiburg arbeiten 240 Menschen für das Unternehmen, in Lörrach 130 und in Offenburg 120. Die Filialen gelten als ertragsstark.
Autor: Joachim Röderer mit AFP und dpa


