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12. Oktober 2012

EADS kehrt Scherben auf

Bald keine Rüstung mehr?.

MÜNCHEN/PARIS (dpa). Nach der gescheiterten Fusion von EADS und BAE ist nun die Zukunft der kriselnden EADS-Rüstungssparte offen. In einem Brief an die Mitarbeiter machte Unternehmenschef Tom Enders klar, dass er für diesen Konzernbereich kaum noch erfolgversprechende Perspektiven sieht. "EADS wird seinen eindrucksvollen Wachstumskurs im zivilen Luft- und Raumfahrtgeschäft fortsetzen", schrieb er. Die in der Tochtergesellschaft Cassadian gebündelten Rüstungsaktivitäten müssten aber auf den Prüfstand gestellt werden.

EADS und das britische Unternehmen BAE hatten sich eigentlich zum weltweit größten Luftfahrt- und Rüstungskonzern zusammenschließen wollen. Wegen des starken politischen Widerstands wurde der Plan allerdings am Mittwoch für gescheitert erklärt. "Eine große Chance ist ungenutzt verstrichen", kommentierte Enders in dem Brief an die mehr als 133 000 Mitarbeiter der Gruppe. Er räumte zugleich ein, die nationalstaatlichen Interessen unterschätzt zu haben. "Ich bin bereit einzugestehen, dass ich nicht mit so heftigem Widerstand gegen diesen Zusammenschluss gerechnet habe, vor allem nicht aus Berlin", schrieb er.

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Die italienische Regierung brachte am Donnerstag ein Zusammengehen von EADS mit dem italienischen Technik- und Rüstungskonzern Finmeccanica ins Gespräch. Dort hält der Staat rund ein Drittel der Anteile.

Autor: Leitartikel, Seite 4


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