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09. Februar 2010

Energiedienst wächst mit Ökostrom

Wirtschaftskrise macht sich im Stromabsatz bemerkbar.

  1. Hier erzeugt der Energiedienst Strom aus Wasserkraft. Foto: dpa

LAUFENBURG. Der südbadische Stromversorger Energiedienst bekommt die Wirtschaftskrise zu spüren. Der Stromabsatz in Deutschland sei im Geschäftsjahr 2009 um sechs Prozent auf 4,4 Milliarden Kilowattstunden geschrumpft, teilte Energiedienst-Chef Martin Steiger am Montag mit. Für 2010 erwartet er keine Besserung. Weil die Preise im Oktober 2008 erhöht wurden, stieg der Umsatz um acht Prozent auf 766 Millionen Euro. Das Unternehmensergebnis hingegen sank um vier Millionen auf 83 Millionen Euro. "Angesichts der gesamtwirtschaftlichen Lage können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein", sagte Steiger.

Energiedienst, eine Tochtergesellschaft des Karlsruher Energieversorgers Energie Baden-Württemberg (EnBW), versorgt 270 000 Haushalte am Hochrhein und im Schwarzwald. Das Unternehmen beschäftigt rund 770 Mitarbeiter und betreibt mehrere Wasserkraftwerke am Hochrhein. Zudem hat Energiedienst seit der Übernahme der schweizerischen Enalpin einige Wasserkraftwerke und ein Versorgungsgebiet im Mittel- und Oberwallis. Allerdings werden dort keine Privatkunden versorgt. In der Schweiz wurden 2009 rund eine Milliarde Kilowattstunden Strom abgesetzt – genau so viel wie 2008.

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Unabhängig von der Krise scheint das Wachstum des Ökostrom-Marktes zu sein. Man habe den Absatz von Ökostrom der Marke Naturenergie um rund 33 Prozent auf 923 Millionen Kilowattstunden steigern können, sagte Steiger. Für Ökostrom, der bei Energiedienst aus Wasserkraft erzeugt wird, sieht der Firmenchef angesichts der Debatte um den Klimaschutz und eine ökologisch verträgliche Energieversorgung gute Aussichten auf weiteres Wachstum.

Im Laufe des Jahres nimmt Energiedienst das neu gebaute Wasserkraftwerk Rheinfelden in Betrieb und wird damit seine Eigenproduktion beträchtlich erhöhen. Bisher werden von den insgesamt verkauften 7,5 Milliarden Kilowattstunden Strom nur rund 2,5 Milliarden in eigenen Kraftwerken erzeugt. Der Rest wird zugekauft.

Autor: Jörg Buteweg