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09. Februar 2012

Wirtschaft

Export knackt die Billionen-Marke

Erstmals führen deutsche Firmen Waren für mehr als eine Billion Euro aus / Rückschlag im Dezember / Laune in Südbaden bleibt gut.

FREIBURG. Deutsche Betriebe haben noch nie so fleißig exportiert wie 2011. Der Wert ihrer Ausfuhren lag erstmals über einer Billion Euro. Jüngst zeigen sich aber Bremsspuren in der Exportbilanz – vor allem bei Ausfuhren nach Euroland. Die exportstarken Betriebe Südbadens bleiben dennoch guter Laune.

Die deutsche Exportwirtschaft führte im vergangenen Jahr Waren im Wert von 1,06 Billionen Euro über die Staatsgrenze aus. Das waren elf Prozent mehr als im Jahr zuvor, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Dezember ging es aber abwärts; der Wert der Exporte sank im Vergleich mit dem Vormonat um vier Prozent. Dieses Minus war so stark wie seit Januar 2009 nicht. Damals waren die hiesigen Exporte infolge der Rezession nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers um 6,5 Prozent eingebrochen. Der Außenhandelsverband BGA sieht im schwachen Dezember 2011 aber nicht den Auftakt zu einer langfristigen Talfahrt, sondern nur eine kurze Delle.

Optimismus herrscht auch in Südbadens Betrieben, die stark in den Welthandel eingebunden sind. Das zeigen Konjunkturumfragen der heimischen Industrie- und Handelskammern (IHK). "Die Stimmung in den Unternehmen ist gut", sagte der Präsident der IHK Südlicher Oberrhein, Steffen Auer in Freiburg. Die 1000 befragten Firmen beurteilten zu Jahresbeginn sowohl die Geschäftslage als auch ihre Erwartungen besser als bei der vorherigen Konjunkturumfrage im vergangenen Herbst. Das gilt auch für die Betriebe der IHK Hochrhein-Bodensee. Sie bezeichneten die Geschäftslage als sensationell. Die Region in Grenznähe zur Schweiz profitiert stark von der Stärke des Schweizer Franken. Vor allem der Handel hat Vorteile.

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Trotzdem: Die Schuldenkrise Eurolands zeigt sich nun auch in den Büchern deutscher Firmen. Im Dezember lag der Wert der Ausfuhren nach Euroland drei Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, während die Ausfuhren in Staaten außerhalb der Eurozone um 15 Prozent zulegten.

2011 erreichten nicht nur die gesamten Ausfuhren einen Rekord, auch die Importe. Eingeführt wurden Waren für 902 Milliarden Euro, 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Dennoch stieg der deutsche Außenhandelsüberschuss (Exporte minus Importe) weiter – binnen eines Jahres um drei Milliarden auf 158 Milliarden Euro.

Autor: Ronny Gert Bürckholdt