Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.
25. Juni 2011
Gas wird bald teurer
Die Energieversorger in der Region werden die Preise wohl im Herbst erhöhen .
FREIBURG. 70 Grundversorger in Deutschland werden im Juli und August ihre Gaspreise um durchschnittlich zehn Prozent verteuern. Das teilten die Verbraucherportale Toptarif und Check24 mit. Auch die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) erhöht die Preise. Laut der Portale begründen die Anbieter die Anhebungen vor allem mit dem steigenden Ölpreis.
Die regionalen Energieversorger zögern derzeit noch mit einer Erhöhung des Gaspreises. Badenova bleibt zumindest für den August noch beim aktuellen Preis. Hätte der Versorger den Preis erhöhen wollen, hätte er dies seinen Kunden bis zum 15. Juni mitteilen müssen – sechs Wochen vor Inkrafttreten des Preises."Da wir keinen Vertrag besitzen, der an den Ölpreis gekoppelt ist, stehen wir nicht im Zwang, den Preis zu erhöhen", sagt der Pressesprecher von Badenova, Roland Weis (siehe nebenstehendes Interview). Eine Preiserhöhung im Herbst wollte Weis jedoch nicht ausschließen. "Aus Wettbewerbsgründen wollen wir keinerlei Hinweise darauf geben, wie sich der Preis entwickeln wird", sagte Weis.
Werbung
Die Stadtwerke Waldkirch und Emmendingen halten sich ebenfalls bedeckt. "Wir sind noch am Rechnen", sagt der technische Geschäftsführer der Stadtwerke Emmendingen, Karl-Heinrich Jung. Die Tendenz ist bei beiden Stadtwerken aber klar: Eine Preiserhöhung ab Herbst ist wahrscheinlich.
Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) planen bereits fest mit einem erhöhten Preis. "Wir werden nicht darum herumkommen", sagt Sebastian Sladek, Geschäftsführer der EWS. Der Energieversorger will die Erhöhung so gering wie möglich halten. Um wie viel Prozent der Preis steigen wird, sagte Sladek nicht.
Einige Anbieter außerhalb der Region Südbaden verlangen künftig sogar 18 Prozent mehr. "Ein vierköpfiger Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20 000 Kilowattstunden Gas muss sich im Rahmen der kommenden Preisrunde auf Mehrkosten von durchschnittlich 133 Euro, in der Spitze sogar von bis zu 275 Euro einstellen", erklärte Daniel Dodt von Toptarif der Nachrichtenagentur AFP.
Für viele Kunden lohnt sich deshalb der Blick ins Internet. Mithilfe des jährlichen Verbrauchs und der Postleitzahl listen die Verbraucherportale (zum Beispiel verivox.de) die möglichen Angebote der Energieversorger vor Ort auf. Das Häkchen "Tarife mit Vorauskasse berücksichtigen" kann entfernt werden.
Mit der Postleitzahl 79115 für Freiburg und 20 000 Kilowattstunden für einen vierköpfigen Haushalt erscheinen beispielsweise 101 Treffer. Der billigste Tarif ist in diesem Fall Hitgas, dieser Anbieter verlangt 993,66 Euro pro Jahr. Wechselwillige sollten alle Angaben des Verbraucherportals genau lesen. Hitgas ist nämlich zum Beispiel der billigste Anbieter, allerdings weist Verivox darauf hin, dass die Kosten bei diesem Anbieter im zweiten Vertragsjahr wesentlich höher sind.
Auch für Gaskunden in kleineren Städten findet das Portal viele Alternativen. Für die Postleitzahl 79641 für Lörrach und 20 000 Kilowattstunden stehen sogar 102 Tarife zur Auswahl.
Autor: Ines Fuchs
