HINTERGRUND

Moritz Lehmann

Von Moritz Lehmann

Sa, 13. Januar 2018

Wirtschaft

Klimaschutz im Verkehr

Das im Dezember 2015 in Paris beschlossene UN-Klimaschutzabkommen sieht vor, den Anstieg der durchschnittlichen Erdtemperatur auf unter zwei Grad Celsius zu begrenzen. Um dem gerecht zu werden, muss Deutschland die Emissionen von Treibhausgasen bis 2030 gegenüber dem Jahr 1990 mehr als halbieren. Der im November 2016 verabschiedete Klimaschutzplan der Bundesregierung sieht vor, dass Deutschland bis 2050 weitgehend treibhausgasneutral wird. Der Verkehrsbereich gehört zu den großen Verursachern von Treibhausgasen (siehe Grafik). Er soll mit CO2-Einsparungen von 40 bis 42 Prozent gegenüber dem Wert von 1990 zu diesem Ziel beitragen. In den vergangenen 25 Jahren hat sich allerdings im Verkehrsbereich in Sachen Klimaschutz nichts getan. Die Emissionen lagen 2014 bei 160 Millionen Tonnen Kohlendioxid, 1990 waren es 163 Millionen Tonnen. Zwar belasten nach Angaben des Umweltbundesamtes Pkw heute das Klima weniger als früher, weil die Fahrzeuge effizienter geworden sind. Diese Effizienzgewinne werden aber durch ein ständig steigendes Verkehrsaufkommen wieder aufgehoben.