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26. Februar 2010 08:22 Uhr
Umsatzkrise
IG Metall: Ferromatik will 170 Stellen streichen
Die Geschäftsleitung hat sich bisher nicht öffentlich zu Zahlen geäußert – im Gegensatz zur IG Metall. Die Gewerkschaft erwartet, dass Ferromatik in Malterdingen 170 Stellen abbaut.
Beim Maschinenbauer Ferromatik in Malterdingen steht ein massiver Personalabbau bevor. Der Umsatz sei im vergangen Jahr wie in der gesamten Branche von 100 Millionen Euro auf weniger als 50 Millionen Euro geschrumpft, sagte Geschäftsführer Gerold Schley. Nun müssten die Kosten angepasst werden. Zur Größe des Personalabbaus wollte er sich angesichts laufender Verhandlungen mit Betriebsrat und Gewerkschaft IG Metall nicht äußern.
Ferromatik baut Spritzgießmaschinen. Mit ihnen lassen sich zum Beispiel Verschlusskappen von Getränkeflaschen gießen. Zur Zeit sind dort noch knapp 420 Mitarbeiter beschäftigt. Schley setzt Hoffnungen auf eine neue Baureihe von Maschinen, erwartet für 2010 aber nur eine "minimale Steigerung" beim Umsatz. "Die ganze Branche schätzt die Perspektiven negativ ein", sagte er.
Nach Aussage von Hermann Spieß, dem Geschäftsführer der IG Metall Freiburg, plant die Ferromatik-Geschäftsleitung die Streichung von rund 170 Stellen. Dagegen sei "heftiger Widerstand" zu erwarten. Man werde mit der Belegschaft ein umfassendes Gegenkonzept erarbeiten. Das Unternehmen habe strukturelle Probleme, beispielsweise bei der EDV oder dem Qualitätsmanagement. Da werde sich die Gewerkschaft Anpassungen nicht verweigern. Die konjunkturellen Schwierigkeiten hingegen müsse man mit den Instrumenten Kurzarbeit und Beschäftigungssicherung angehen, nicht mit Personalabbau, sagte Spieß.
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Autor: Jörg Buteweg


