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21. April 2017

Klagen gegen die Gebühr am Bankautomaten

Verbraucherschützer ziehen vor Gericht .

FRANKFURT (dpa/obr). Gebühren, die einige Finanzhäuser von eigenen Kunden für das Geldabheben am Bankautomaten verlangen, sorgen für Ärger: Verbraucherschützer ziehen vor Gericht. "Wir haben klare Belege, dass drei Institute ihre Kunden vorher nicht ausreichend über die Preisänderung informiert haben", sagte Finanzmarktwächter Kay Görner von der Verbraucherzentrale Sachsen. "Ein Verfahren gegen eine Berliner Genossenschaftsbank läuft bereits."

Görner zufolge müssen Banken und Sparkassen ihre Kunden zwei Monate vor Preisänderungen informieren und sie auf ihr Kündigungsrecht aufmerksam machen. "Bei den drei Instituten fehlte der korrekte Verweis auf das fristlose und kostenfreie Kündigungsrecht." Nach Recherchen des Finanzportals Biallo (http://www.biallo.de verlangten zuletzt 40 Sparkassen und 150 Volksbanken von einem Teil ihrer Kunden – je nach Kontomodell – Gebühren fürs Abheben von Bargeld.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband und der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken hatten darauf hingewiesen, dass das Abheben für ihre Kunden grundsätzlich nach wie vor kostenlos sei. Nur wer ein entsprechendes Kontomodell wähle, zahle. Michael Mandel, Privatkundenvorstand der Commerzbank, sagte: "Das wird es für Kunden der Commerzbank nicht geben. Es geht nicht, dass Kunden für ihr Geld auch noch bezahlen sollen." Er will auch an der Cash-Group festhalten. Zu ihr gehören die Commerzbank, die Deutsche Bank, die Postbank und die Hypo-Vereinsbank. Diese Institute berechnen ihren Kunden keine Gebühren, wenn sie an den Geldautomaten der Gruppe Geld abheben.

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Autor: dpa