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afp, dpa

Von afp & dpa

Mi, 29. August 2018

Wirtschaft

Tarifvertrag in Italien — Beteiligung an Uber — Weniger Patente in EU — Kauf ist abgeschlossen — Investitionen in Afrika — Verkauf genehmigt

RYANAIR

Tarifvertrag in Italien

Im Konflikt um die Arbeitsbedingungen bei Ryanair hat die italienische Pilotenvereinigung Anpac eine Einigung mit der irischen Fluggesellschaft erzielt. Nach achtmonatigen Verhandlungen sei ein Tarifvertrag für die in Italien stationierten Piloten unterzeichnet worden, erklärten die Gewerkschaft und Ryanair am Dienstag übereinstimmend. Das Abkommen garantiere den Piloten "Schutz und Sicherheiten". In Irland war kürzlich auch eine Einigung gelungen, die Zustimmung durch die Piloten steht aber noch aus.

TOYOTA

Beteiligung an Uber

Toyota und Uber bündeln ihre Kräfte bei der Entwicklung selbstfahrender Autos. Der japanische Autoriese steckt eine halbe Milliarde US-Dollar (rund 428 Millionen Euro) in Uber. Das Start-up wird nach Informationen des Wall Street Journal insgesamt mit 72 Milliarden Dollar bewertet. Als Teil des Abkommens werden Toyota-Minivans des Modells Sienna mit Roboterwagen- Technologie von Uber und Fahrassistenztechnik der Japaner ausgestattet. Die Fahrzeuge sollen von 2021 an in einem Pilotprojekt beim Fahrdienstvermittler zum Einsatz kommen.

PROGNOS-STUDIE

Weniger Patente in EU

Europäische Erfinder geraten bei der Zahl der Patentanmeldungen zunehmend ins Hintertreffen. Vor allem bei den digitalen Technologien liegen andere Länder vorn, wie das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos am Dienstag mitteilte. 2015 hatten die USA an den weltweiten Digitalpatenten einen Anteil von 30 Prozent, China 27 Prozent. Die EU erreicht 14 Prozent und wird somit von Japan (15 Prozent) überholt. Zum Vergleich: 2005 kamen die USA noch auf knapp 40 Prozent, die EU auf 30 Prozent, Japan auf 20 Prozent und China auf weniger als fünf Prozent. Die Analyse basiert laut Prognos auf Daten des Europäischen Patentamts.

GRAMMER

Kauf ist abgeschlossen

Der chinesische Jifeng-Konzern hat seinen Anteil am bayerischen Autozulieferer Grammer mit dem Ablauf einer verlängerten Kauffrist für Aktionäre auf 84,23 Prozent erhöht. Der Kauf sei damit vollständig abgeschlossen, sagte ein Grammer-Sprecher am Dienstag. Mit der Übernahme durch Jifeng geht das unliebsame Kapitel mit der früheren Eigentümerfamilie Hastor zu Ende. Die Bosnier waren Anfang 2016 bei Grammer eingestiegen und hatten versucht, Vorstand und Aufsichtsrat neu zu besetzen.

GROSSBRITANNIEN

Investitionen in Afrika

Angesichts des bevorstehenden EU-Austritts Großbritanniens hat Premierministerin Theresa May hohe Investitionen in Afrika in Aussicht gestellt. Sie wolle, dass ihr Land bis 2022 der größte Afrika-Investor der sieben führenden Wirtschaftsnationen (G7) werde, sagte May am Dienstag bei einem Besuch im südafrikanischen Kapstadt. May kündigte ein 4,4 Milliarden Euro schweres Investitionsprogramm an. Details nannte sie nicht.

MERCK/PROCTER & GAMBLE

Verkauf genehmigt

Der Pharmakonzern Merck in Darmstadt hat von der EU-Kommission die Genehmigung zum Verkauf seiner Sparte für rezeptfreie Arzneien wie Nasensprays oder Vitamintabletten an das US-Unternehmen Procter & Gamble bekommen. Merck hatte den 3,4-Milliarden-Euro-Deal im April angekündigt. Betroffen sind weltweit 3300 Beschäftigte, davon 300 in Deutschland.