Kurz gemeldet

dpa, bz

Von dpa & BZ-Redaktion

Do, 12. Juli 2018

Wirtschaft

Landtag fordert Label — Weniger Katastrophen — Unter Mindestlohn

TIERWOHL

Landtag fordert Label

Mit den Stimmen der Regierungsfraktionen und der SPD hat sich der baden-württembergische Landtag am Mittwoch für ein verpflichtendes staatliches Tierwohl-Label in Deutschland ausgesprochen. Mit dem Beschluss begrüßt der Landtag Pläne der schwarz-roten Koalition im Bund, deutschlandweit ein freiwilliges Tierwohl-Label einzuführen. Er fordert die Landesregierung aber auf, sich dafür einzusetzen, dass das Label "als verpflichtende Kennzeichnung" kommt. Die FDP stimmte gegen den Antrag, da er in der vorliegenden Form europarechtswidrig sei. Manche Experten halten eine nationale Kennzeichnungspflicht im europäischen Binnenmarkt allenfalls dann für zulässig, wenn die Beteiligung für Importwaren freiwillig bleibt. Die AfD lehnte den Antrag als "Augenwischerei" ab.MUNICH RE

Weniger Katastrophen

Nach der Serie verheerender Stürme in der Karibik und den USA 2017 ist die Welt in diesem Jahr bislang von schweren Naturkatastrophen weitgehend verschont geblieben. Von Anfang Januar bis Ende Juni verzeichnete der weltgrößte Rückversicherer Munich Re rund um den Globus volkswirtschaftliche Schäden von 33 Milliarden Dollar – im langjährigen Mittel ein niedriger Wert. Den größten Schaden (2,7 Milliarden Dollar) richtete der Sturm Friederike an, der im Januar unter anderem über Deutschland gezogen war. Die Munich Re erfasst seit Jahrzehnten weltweit die Naturkatastrophen. Zuletzt war die Bilanz 2005 so vergleichsweise glimpflich ausgefallen. Auch die Zahl der Opfer war im ersten Halbjahr mit 3000 Toten weit niedriger als der langjährige Schnitt von 28 000 Toten. ZOLLKONTROLLE

Unter Mindestlohn

59 Zollbeamte haben kürzlich in Lörrach, Freiburg und Offenburg insgesamt 36 Reinigungsunternehmen und 227 Beschäftigte kontrolliert. In 21 Fällen ergaben sich Hinweise darauf, dass der Mindestlohn nicht korrekt bezahlt wurde, wie das Hauptzollamt Lörrach am Mittwoch mitteilte. In zehn weiteren Fällen könnten die Sozialversicherungsbeiträge nicht in richtiger Höhe abgeführt worden sein. Davon könnte es sich in zwei Fällen um eine Scheinselbständigkeit handeln. Ein ausländischer Arbeiter habe die erforderliche Arbeitsgenehmigung nicht vorweisen können, heißt es in der Mitteilung. In vier Fällen ergaben sich daneben Hinweise darauf, dass Angestellte neben ihrem Lohn auch Sozialleistungen beziehen. Die Aktion der Lörracher Zöllner war Teil einer bundesweiten Kontrolle.