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dpa, afp

Von dpa & afp

Sa, 18. August 2018

Wirtschaft

Eine Million Autos — Fristlose Entlassungen? — Inflation bei 2,1 Prozent — Kanadier an der Spitze

VOLKSWAGEN I

Eine Million Autos

Volkswagen will die Produktion im Stammwerk Wolfsburg in den nächsten Jahren auf eine Million Autos erhöhen. Dazu werde die Produktion des Golf mit Einführung der achten Modellgeneration in Wolfsburg gebündelt, sagte Andreas Tostmann, Produktions- und Logistikvorstand der Kernmarke VW Pkw. Die Golf-Fertigung aus Zwickau und dem mexikanischen Puebla werde nach Wolfsburg verlegt. Zwickau bekommt dafür die Fertigung der neuen vollelektrischen ID-Modellfamilie. Bis 2020 solle die Produktivität aller deutschen Standorte um 25 Prozent zulegen, kündigte Tostmann an. Vergangenes Jahr hatte VW in Wolfsburg rund 790 000 Autos gebaut.

VOLKSWAGEN II

Fristlose Entlassungen?

Mehreren im Dieselskandal beschuldigten VW-Mitarbeitern droht nach einem Bericht der Bild am Sonntag die fristlose Entlassung. Die Betroffenen sollten "dieser Tage" die Kündigung erhalten, meldete die Zeitung am Freitag vorab. Die Ingenieure sollen in die Abgasaffäre verwickelt sein, gegen sie ermittle auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig, so die Zeitung. VW hatte am 19. Juli Einsicht in die Akten der Staatsanwaltschaft erhalten. Derzeit werde der Inhalt der Unterlagen bewertet, hieß es am Freitag.

EUROZONE

Inflation bei 2,1 Prozent

In der Eurozone ist die Teuerung so stark wie seit Dezember 2012 nicht mehr. Im Juli sei die Inflationsrate auf 2,1 Prozent gestiegen, wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Das Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von mittelfristig knapp zwei Prozent wird leicht übertroffen. Damit ist die Inflation im gemeinsamen Währungsraum den dritten Monat in Folge gestiegen. Besonders deutlich fiel der Preisanstieg im Juli bei Energie aus, die 9,5 Prozent mehr als im Juni kostete.

AIR FRANCE

Kanadier an der Spitze

Die Fluggesellschaft Air France-KLM wird künftig vom kanadischen Manager Benjamin Smith gesteuert. Die bisherige Nummer zwei von Air Canada soll spätestens von Ende September an die Geschäfte des französisch-niederländischen Konzerns führen, wie der Verwaltungsrat am Donnerstag entschied. Mehrere französische Gewerkschaften äußerten sich am Freitag skeptisch über die Ernennung des 46-jährigen Kanadiers zum ersten ausländischen Konzernlenker. Kritik wurde auch an Smiths Vergütung laut, die mit bis zu 4,25 Millionen Euro jährlich mehr als dreimal so hoch ausfallen könnte wie die seines Vorgängers Jean-Marc Janaillac, der im Mai zurückgetreten war.