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dpa

Von dpa

Sa, 11. August 2018

Wirtschaft

Sieg vor Gericht — Cadmium im Ladegerät? — Russland benachteiligt — Neues Geschäftsfeld?

SCHLECKER-LIEFERANTEN

Sieg vor Gericht

Der Insolvenzverwalter der Drogeriemarktkette Schlecker ist vor dem Frankfurter Landgericht mit einer Schadenersatzklage über 212 Millionen Euro gegen ehemalige Lieferanten gescheitert. Das sagte eine Gerichtssprecherin. Schlecker soll jahrelang zu viel für Süßwaren, Waschmittel und Drogerieartikel bezahlt haben. Konsumgüterhersteller sollen sich in mehreren Fällen abgesprochen haben. Deshalb verklagte Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz den Nivea-Hersteller Beiersdorf, Glaxo-Smith-Kline, den Schuhcreme-Produzenten Erdal, den Rasierklingenhersteller Gillette, L’Oréal, den Parfümhersteller Coty sowie Procter & Gamble.POST-STREETSCOOTER

Cadmium im Ladegerät?

Das Kraftfahrtbundesamt geht Berichten über einen hohen Gehalt an giftigen Schwermetallen im elektrischen Streetscooter der Post nach. Nach einem Bauteil mit hohem Bleigehalt soll die Behörde einem Bericht des Spiegel zufolge auch auf ein Ladegerät gestoßen sein, das das giftige Schwermetall Cadmium enthält. Zuvor hatte die Bild am Sonntag berichtet, dass Grenzwerte für bestimmte Zulassungstypen beim Bleigehalt überschritten worden sein sollen. Die Thematik sei bekannt, teilte das Kraftfahrtbundesamt am Freitag mit, die Behörde gehe dem nach. Die Post wies die Berichte zurück: Die gesetzlichen Anforderungen würden eingehalten.WTO

Russland benachteiligt

Die Welthandelsorganisation (WTO) sieht Russland bei der Lieferung von Gas auf den europäischen Markt in bestimmten Fällen benachteiligt. Konkret verstießen EU-Kriterien zur geringeren Abhängigkeit von russischem Gas sowie eine Obergrenze gegenüber ausländischen Anbietern bei einem Pipeline-Projekt gegen die Regeln der Nicht-Diskriminierung, teilte die WTO am Freitag mit. In allen anderen Fällen wurden die Beschwerden Russlands gegen das sogenannte dritte Energie-Paket der EU von 2009 zurückgewiesen. Russland begrüßte die Entscheidung. Sie mache es leichter, russisches Erdgas auf den EU-Markt zu liefern.GOOGLE

Neues Geschäftsfeld?

Der Suchmaschinenkonzern Google will laut einem Pressebericht das Geschäft mit Außenwerbung in Deutschland aufmischen. Auf der Basis von Nutzerdaten plane der Online-Werbeprimus Werbung auf digitalen Bildschirmen zu vermarkten, berichtete die Wirtschaftswoche. Das sind Werbeflächen, die etwa in Bahnhöfen oder in Einkaufszentren stehen und Informationen und Werbung zeigen. Google wollte sich auf Nachfrage der Wirtschaftswoche nicht zu den Plänen äußern. Die Aktie des Werbevermarkters Ströer geriet unter Druck und verlor fast 5 Prozent an Wert. Deutschlandweit gibt es mehr als 110 000 solcher Werbebildschirme.