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afp, dpa

Von afp & dpa

Do, 12. Juli 2018

Wirtschaft

Streit um Azubi-Löhne — Revision eingelegt — Hoher Umsatz mit Apps

HANDWERK

Streit um Azubi-Löhne

Zwischen der Industriegewerkschaft (IG) Metall und dem Handwerk ist ein Streit um die von der Bundesregierung geplante Untergrenze bei Ausbildungsvergütungen entbrannt. Im Interview mit dem Deutschen Handwerksblatt bekräftigte Gewerkschaftsvorstandsmitglied Ralf Kutzner die Forderung nach mindestens 635 Euro monatlich im ersten Lehrjahr. Er verwies auf viele unbesetzte Lehrstellen und hohe Abbrecherquoten. Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) lehnt das ab, da sich das bestehende System bewährt habe. "Eine gesetzlich bundesweit einheitliche, starre Untergrenze für Ausbildungsvergütungen würde der Vielfalt der Berufe und den regionalen und branchenspezifischen Besonderheiten nicht gerecht", so ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke. Viele Betriebe könnten aus Kostengründen aufhören auszubilden.

INFINUS-PROZESS

Revision eingelegt

Das Urteil des Dresdner Landgerichts im Infinus-Prozess wird den Bundesgerichtshof beschäftigen. Die Verteidiger von zwei der sechs Angeklagten haben Revision eingelegt, wie ein Sprecher des Landgerichts am Mittwoch sagte. Der ehemalige Vertriebschef und der frühere Rechtsberater des Finanzdienstleisters waren wegen Anlagebetrugs im großen Stil zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

MOBILE ANWENDUNGEN

Hoher Umsatz mit Apps

Zehn Jahre nach dem Start des ersten App-Stores für Smartphones werden in Deutschland in diesem Jahr voraussichtlich 1,6 Milliarden Euro mit mobilen Anwendungen für Smartphones oder Tablets umgesetzt. Das ist fast eine Verdreifachung im Vergleich zu 2013, als der Umsatz bei 547 Millionen Euro lag, wie der Digitalverband Bitkom am Mittwoch mitteilte. Der Großteil des Umsatzes (1,2 Milliarden Euro) wird demnach über kostenpflichtige Angebote innerhalb der App erzielt, etwa für zusätzliche Stufen bei Vokabeltrainern oder die Erweiterung von Spielen. 283 Millionen Euro (18 Prozent) entfallen auf Werbung und nur 92 Millionen (sechs Prozent) auf den Kaufpreis für die App. Vor zehn Jahren wurden laut Bitkom noch 98 Prozent des Umsatzes mit dem Kaufpreis erzielt.