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Von kna

Do, 24. Januar 2019

Wirtschaft

Weg frei für Solar — Für Steuerreform — Sony in Amsterdam — DGB wehrt sich

FESSENHEIM

Weg frei für Solar

Im Zusammenhang mit der für 2020 geplanten Schließung des Atomkraftwerks Fessenheim hat Paris den Weg für Solaranlagen frei gemacht: Die französische Regierung schrieb am Mittwoch Anlagen mit einer Kapazität von 300 Megawatt öffentlich aus. Im Verwaltungsbezirk Haut-Rhin am Oberrhein nahe der deutschen und Schweizer Grenze sollen damit 200 Megawatt Photovoltaik-Anlagen am Boden und weitere 100 Megawatt auf Dächern entstehen. Die EU-Kommission hatte die Ausschreibung vergangene Woche gebilligt. Paris will die Region damit auf die Abschaltung des ältesten französischen Atomkraftwerks vorbereiten, das als anfällig für Pannen gilt.

KRAMP-KARRENBAUER

Für Steuerreform

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich erneut für eine Reform der Unternehmenssteuer ausgesprochen. Sie sagte nach einem Treffen mit dem Präsidium der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, es sei aber zu früh, über Zahlen zu reden – und damit über ein mögliches Volumen über Entlastungen. Die Fachpolitiker würden nun "sehr tief" in die Diskussion einsteigen und sich über konkrete Vorschläge unterhalten.BREXIT-FOLGE

Sony in Amsterdam

Aus Sorge um Probleme nach dem Brexit verlegt Sony seinen europäischen Hauptsitz von London nach Amsterdam. Damit könne das Unternehmen seinen Geschäftsbetrieb ohne Beeinträchtigung fortsetzen, wenn Großbritannien die Europäische Union verlasse, teilte eine Sony-Sprecherin mit. Die Abläufe im europäischen Geschäft des japanischen Elektronikherstellers blieben unverändert.

ZWÖLF-STUNDEN-TAG

DGB wehrt sich

Die Gewerkschaften im Südwesten haben eine Kampagne gegen die CDU-Pläne zum Arbeitszeitgesetz gestartet. "Alle Argumente sprechen dafür, nicht am Arbeitszeitgesetz zu rütteln", sagte der DGB-Landesvorsitzende Martin Kunzmann. Hintergrund ist ein Vorstoß von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Darin ist eine tägliche Höchstarbeitszeit von zwölf Stunden vorgesehen – bislang sind zehn erlaubt. Die wöchentliche Höchstarbeitszeit soll auf 54 Stunden festgesetzt werden – über einen längeren Zeitraum sollen es aber nicht mehr als 48 Stunden sein. Unberührt davon bleibe die durchschnittliche wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden, so Hoffmeister-Kraut.