Konjunktur

Mehr Aufträge, mehr Umsatz – es brummt in Südbadens Industrie

Ronny Gert Bürckholdt

Von Ronny Gert Bürckholdt

Fr, 21. April 2017 um 13:08 Uhr

Wirtschaft

Die vielen politischen Unsicherheiten – Protektionismus, Brexit, Türkeikrise und der ungewisse Wahlausgang in Frankreich – belasten die Industriebetriebe in der Region bislang nicht. Im Gegenteil: Es brummt.

So habe der Auftragseingang im ersten Quartal des laufenden Jahres 10,5 Prozent über dem Vorjahreszeitraum gelegen, teilte der Wirtschaftsverband Industrieller Unternehmen Baden (WVIB) am Freitag mit.

Grundlage ist eine Umfrage unter den 1000 Mitgliedsfirmen, bei der 292 geantwortet hätten. Vor einem Jahr, im ersten Quartal 2016, hätten die Unternehmen noch ein Plus von knapp drei Prozent in ihren Auftragsbüchern gemeldet.

Fast zwei von drei Betrieben hätten innerhalb des vergangenen Jahres zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Der Hauptgeschäftsführer des WVIB, Christoph Münzer, sagte: "Der schwache Euro, der erstarkende Dollar und niedrige Zinsen helfen der mittelständischen Industrie. Diese Faktoren und das starke Wachstum in China und Indien überkompensieren die politischen Unsicherheiten aus den USA, innerhalb der EU und in unserer unmittelbaren Nachbarschaft."

Auch der Umsatz des verarbeitenden Gewerbes stieg

Auch beim Umsatz melden die im WVIB organisierten Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes überraschend große Zuwächse. Dieser sei zwischen Anfang Januar und Ende März um 8,9 Prozent höher ausgefallen als im Zeitraum des Vorjahres. Vor einem Jahr war das Umsatzplus den Angaben zufolge mit 2,8 Prozent deutlich niedriger ausgefallen.

Besonders gut laufe es in Betrieben aus der Kunststoffverarbeitung, aus der Elektrotechnik und Optik sowie den industrienahen Dienstleistungen.

Die Umfrage zeigt einen Ausschnitt der hiesigen Industrie, weil nicht alle Unternehmen Mitglied im WVIB sind. Der Verband vertritt die Interessen von Betrieben, die mit 209 000 Beschäftigten 43 Milliarden Euro im Jahr umsetzen.

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