Kommentar

Nachrüstung von Diesel-Autos: Augenmaß ist notwendig

Roland Pichler

Von Roland Pichler

Sa, 25. August 2018 um 13:28 Uhr

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Noch hat die Bundesregierung nicht entschieden. Doch es zeichnet sich ab, dass sie keine Hardware-Nachrüstung für Diesel-Pkw verordnen wird.

Dies wird die Kritiker in ihrem Verdacht bestärken, dass die Politik zu viel Rücksicht auf die Autoindustrie nimmt. Doch so einfach ist es nicht.

Wer die Berichte der Experten zur nachträglichen Umrüstung der Motoren mit Katalysatoren liest, bekommt schnell einen Eindruck, welchen Aufwand es bedeuten würde, Millionen älterer Fahrzeuge nachzurüsten. Die Kosten der Nachrüstungen stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen: Für jedes Modell müssten Katalysatoren entwickelt, genehmigt und eingebaut werden. Das würde viele Jahre in Anspruch nehmen.

So viel Zeit hat der Gesetzgeber nicht. Die Luftqualität in den Städten muss schnell besser werden. Die Umweltverbände müssen aufpassen, nicht mit zweierlei Maß zu messen. Die ausländischen Hersteller beteiligen sich bisher noch nicht einmal an den Software-Updates für Dieselautos.