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10. Februar 2012
Osram streicht jeden zehnten Arbeitsplatz
Obwohl Gewinn anfällt.
MÜNCHEN. Die Siemens-Lichttochter Osram baut in Deutschland jeden zehnten Arbeitsplatz ab. Damit bereiten sich die Münchner weiter auf den im vorigen Herbst verschobenen Börsengang vor. Osram ist kein Sanierungsfall. Das Geschäftsjahr 2010/11 brachte einen Gewinn von 309 Millionen Euro.
Betroffen vom Streichkonzert sind neben dem Standort Berlin, wo 400 von 1600 Stellen gestrichen werden, vor allem bayerische Fabriken. In Augsburg gehen 350 Jobs verloren, in der Münchner Zentrale 130 Stellen sowie in den bayerischen Werken Schwabmünchen, Eichstätt und dem nordrhein-westfälischen Wipperfürth insgesamt 170 Arbeitsplätze. Der Abbau summiert sich auf 1050 von 10 000 heimischen Stellen. Weltweit beschäftigt das Unternehmen 41 000 Menschen. Der Abbau, der binnen drei Jahren vollzogen sein soll, trifft die Standorte, in denen traditionelle Stromsparlampen hergestellt werden. Osram-Chef Wolfgang Dehen begründete den Schnitt mit dem technologischen Wandel im Lichtmarkt hin zur Leuchtdiodentechnik (LED). Ein Osram-Aufsichtsrat erklärte, dass der Wechsel zur LED-Technik Investitionen von drei bis vier Milliarden Euro erfordere. Da das Geld vorerst nicht per Börsengang fließt und die Konzernmutter Siemens eine Finanzierung ablehnt, müsse Osram selbst sparen.
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Autor: Thomas Magenheim
