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20. Januar 2015

ProContra: Soll die EZB in Massen Staatsanleihen kaufen?

  1. Oliver Landmann Foto: Ingo Schneider

  2. Michael Wohlgemuth Foto: BZ

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StaatsaNleihenkäufe – QuantitaTiVe Easing

Wie kann man verhindern, dass eine Volkswirtschaft nach einem Finanzmarkt-Crash dauerhaft schrumpft und die Preise über einen langen Zeitraum fallen? Diese Frage hat sich der frühere US-Zentralbankchef Ben Bernanke während seiner Forschungstätigkeit an der Uni Princeton immer wieder gestellt. Die Entwicklung in Japan oder die Erfahrungen nach der Großen Depression in den 1930er-Jahren dienten ihm als Warnung. Bernankes Antwort: "Quantitative Easing" – quantitative Lockerung der Geldpolitik. Sie soll helfen, die Wirtschaft in Schwung zu bringen, wenn das wichtigste geldpolitische Instrument von Zentralbanken – der Leitzins – nahe null ist. Beim Quantitative Easing schafft die Zentralbank elektronisch neues Geld, mit dem sie Staatsanleihen oder andere festverzinsliche Wertpapiere kauft. Dies lässt die Kurse der Anleihen steigen, während die Renditen fallen. Das drückt auf den langfristigen Zins, was Investitionen günstiger macht. Gleichzeitig wird – wegen der geringeren Zinsen – ein Investment in riskantere Anlagen wie Aktien – attraktiver. Auch dies soll die Investitionsnachfrage stärken. Durch das zusätzliche Geld soll auch die Inflation nach oben gedrückt werden. Bei einer erwarteten höheren Inflation ziehen Verbraucher ihre Einkäufe vor, weil sie denken, alles wird teurer – so die Theorie.  

Autor: bkr

Autor: bz