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13. August 2008
Razzien bei fünf Ex-Chefs der Sachsen-LB
LEIPZIG. (AFP/dpa). In der Affäre um Milliardenabschreibungen bei der Sachsen-LB sind Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag mit Hausdurchsuchungen gegen frühere Vorstandsmitglieder vorgegangen. 28 Objekte wurden durchsucht – darunter Büros und Wohnungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Berlin und im irischen Dublin am Sitz einer Tochtergesellschaft des Kreditinstituts. Das teilten die Staatsanwaltschaft Leipzig und das Bundeskriminalamt mit. Gegen fünf Ex-Vorstände wird seit 2007 wegen des Verdachts der Untreue ermittelt. Sie werden zudem verdächtigt, die Jahresabschlüsse der einst landeseigenen Bank falsch dargestellt zu haben. Hintergrund sind riskante Finanzgeschäfte der irischen Tochter Sachsen-LB Europe. Im Zuge der Krise auf dem US-Immobilienmarkt war die Bank nach Fehlspekulationen ins Trudeln geraten und stand vor der Pleite. Sie konnte nur durch einen Notverkauf an die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) gerettet werden.
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Autor: dpa



