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04. Mai 2011 00:01 Uhr

Bilanz

Rothaus macht mit weniger Bier guten Gewinn

Die landeseigene Brauerei Rothaus hat trotz eines geringeren Bierausstoßes einen Millionengewinn erwirtschaftet. Rothaus spürt allerdings die Rabattaktionen namhafter Marken im Lebensmitteleinzelhandel.

  1. Es läuft weniger aus dem Zapfhahn, aber der Gewinn stimmt noch: Die Rothaus-Brauerei Foto: Rita Weber-Eggstein

GRAFENHAUSEN (bnh). Wie Chef Thomas Schäuble erklärte, lag der Reingewinn der Badischen Staatsbrauerei Rothaus im Jahr 2010 bei 20,6 Millionen Euro nach 20,8 Millionen Euro im Jahr 2009. 17 Millionen Euro fließen als Dividende in den Landeshaushalt. Der Bierausstoß ist um 6,4 Prozent auf 850 000 Hektoliter gesunken. Das zeigt sich auch beim Umsatz, der um fünf Millionen Euro auf 84 Millionen zurückgegangen ist. Dass der Reingewinn trotz des geringeren Bierabsatzes und gesunkenem Umsatz fast auf dem Niveau von 2009 geblieben ist, erklärte Schäuble mit Kostensenkungen im Betrieb. So habe man etwa von niedrigen Malzpreisen profitiert.

Schäuble sagte, dass Rothaus die Rabattaktionen namhafter Marken im Lebensmitteleinzelhandel spürt. "Wir wollen uns an diesen Preiskämpfen aber nicht beteiligen." Wichtigstes Ziel sei die Wahrung der Markenstärke und die Sicherung des Gewinns. "Dafür nehmen wir auch einen Ausstoßrückgang bei der Biermenge in Kauf", so Schäuble.

Im laufenden Jahr erwartet Schäuble einen ähnlichen Gewinn wie 2010. Ein Kostenfaktor könnte allerdings das Wetter werden. Schäuble: "Wenn die Trockenheit weiter anhält, müssen wir ab Juli für Reinigungsarbeiten auf Wasser aus dem öffentlichen Netz zurückgreifen." Das eigene Quellwasser würde dann ausschließlich für den Brauprozess benötigt.

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Rothaus ist eine der größten Brauereien in Baden-Württemberg. 223 Menschen arbeiten dort.

Autor: bnh