Rückgang um 90 Prozent

Roland Pichler

Von Roland Pichler

Mi, 14. März 2018

Wirtschaft

Brexit hemmt Investitionen.

BERLIN (rop). Der bevorstehende EU-Ausstieg Großbritanniens führt zu Bremsspuren im Handel. "Der Brexit wirft bereits seine Schatten voraus", sagte Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). Großbritannien sei im vergangenen Jahr um zwei Plätze auf Rang fünf der wichtigsten Handelspartner Deutschlands abgerutscht.

Das Volumen im bilateralen Handel gehe trotz weltweit wachsender Ein- und Ausfuhren zurück. Spuren zeigten sich auch bei den Investitionen in Großbritannien. Die ausländischen Direktinvestitionen von Unternehmen im Vereinigten Königreich seien laut BDI 2017 um satte 90 Prozent gesunken. Wurden 2016 noch Investitionen für 200 Milliarden Dollar (162 Milliarden Euro) in Großbritannien getätigt, waren es im vergangenen Jahr nur noch 20 Milliarden Dollar.

Die Nervosität in den deutschen Unternehmen steige, so der BDI. Viele Industriebetriebe entschieden in den nächsten Wochen, ob sie ihre Notfallpläne für einen "harten" Brexit scharfstellten, sagte Lang. Spätestens auf dem EU-Gipfel am 22. März müsse Klarheit herrschen.