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09. Februar 2009

Steinbrück: Keine Dividende

"Geld in Unternehmen lassen"

BERLIN. (AFP). Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat die deutschen Unternehmen aufgefordert, in diesem Jahr auf Dividendenzahlungen zu verzichten. Mögliche Gewinne müssten stattdessen in den Erhalt von Arbeitsplätzen investiert werden, sagte Steinbrück gegenüber der Bild am Sonntag. In der Union stieß der Vorschlag des Ministers auf Ablehnung.

Steinbrück sagte, Unternehmen hätten in dieser Krise eine besondere Verantwortung gegenüber ihren Beschäftigten. Sie sollten, wenn sie überhaupt Gewinne machten, diese in erster Linie nutzen, um ihre Unternehmen zu stabilisieren. Es gehe jetzt darum, Arbeitsplätze und ganze Betriebe zu erhalten und nicht Aktionäre zu befriedigen, sagte Steinbrück. Unionsfraktionsvize Michael Meister sagte, der Vorschlag von Steinbrück sei "ideologisch motivierter Klassenkampf".

Allein die 30 Dax-Unternehmen werden in diesem Jahr voraussichtlich mehr als 20 Milliarden Euro an Dividenden an ihre Aktionäre ausschütten, wie aus kürzlich veröffentlichten Berechnungen hervorgeht. Gemessen am Börsenwert der Top-Konzerne ist das so viel wie noch nie.

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Autor: afp